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Spionage und Aufklärung: Wie sehen Satelliten?
Das Gesicht eines gesuchten Terroristen von dem einer anderen Person oder »El Qaida«-Mitglieder von einer hilfsbedürftigen Flüchtlingsgruppe zu unterscheiden, dafür ist – noch – kein Satellitenauge scharf genug. Allerdings verzichten die Taliban-Führer in Afghanistan schon lange auf ihre Mobiltelefone. Denn Satelliten belauschen mühelos jede Art von Funkverbindung. So wie beim kolumbianischen Drogenboss Escobar Anfang der 90er Jahre: Kaum hatte der Commandante mit seiner Familie telefoniert, schlug eine US-Eingreiftruppe an seinem Aufenthaltsort zu.
Das neueste Spionagewunder im All nennt sich BRITE, Broadcast Request Imagery Technology Experiment. Sein Vorteil: Die große zeitliche Verzögerung, mit der Satellitenfotos einst am Boden eintrafen, gehört der Vergangenheit an. Soldaten, die etwa hinter einem Berg ein Terroristenlager vermuten, können jetzt per Laptop die Bodenkoordinaten an BRITE senden und bekommen binnen weniger Minuten hochaufgelöste Bilder des Zielobjekts.
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