Mond
Zurück zum Mond
Die NASA hat ein neues Mondflugprogramm aufgelegt: Im Jahr 2020 sollen vier Astronauten zu einer einwöchigen Mission zum Erdtrabanten Mond starten.
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Dafür werden zwei Raketensysteme eingesetzt, ein Schwerlast- und ein Personentransporter. Die Beförderung der schweren Mondfähre übernimmt die 355 Meter hohe Ares V, die für 70 Tonnen Nutzlast ausgelegt ist. Sie wird von zwei Feststoff-Boostern und einer Flüssigkeitsrakete in die Erdumlaufbahn geschossen. Dann startet die schlankere, 280 Meter hohe Ares I mit dem Raumschiff Orion an der Spitze, in dem die Astronauten untergebracht sind.
Von der riskanten Shuttle-Huckepacktechnik hat sich die US-Raumfahrtbehörde verabschiedet. Das Orion-System ist als Nachfolger der Shuttles vorgesehen; es ist mit einer Rettungsrakete ausgestattet und soll bereits vor seiner Mond-Premiere auch für Flüge zur Raumstation ISS eingesetzt werden, beginnend im Jahr 2014.
So funktioniert das »Mond-Tandem«: Orion koppelt im Erdorbit an die Mondfähre an, dann zündet die zweite Stufe von Ares V und nimmt Kurs auf den Erdtrabanten. Auf dessen Oberfläche landet die Crew mit der Fähre, die mit einer Rückkehrrakete ausgestattete Orion kreist währenddessen um den Mond. Die Astronauten landen am Südpol, wo es Wasser geben soll, aus dem sich Sauerstoff gewinnen lässt. Sie werden dort eine Mondstation aufbauen, von der später eine bemannte dreijährige Mars-Mission starten soll.
Nach getaner Arbeit fliegen die Mondbesucher in einem Teil der Mondfähre zur Orion und kehren darin zur Erde zurück. Das 100-Milliarden-Dollar-Projekt sieht pro Jahr zwei bemannte Flüge vor.
- »Zukunft der Raumfahrt«, III
- Der Mond, Teil 1












Kommentar hinzufügen