Psychologie & Gesundheit
Gibt es einen Gentest für die Liebe?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wer bei der Partnerwahl heutzutage noch auf den Zufall vertraut, geht nach Ansicht von Forschern ein vermeidbares Risiko ein: Statt blauäugig sein Herz zu verschenken, sollte man lieber einen Gentest in Auftrag geben.
Es gibt mittlerweile Firmen, die solche Tests anbieten – für rund 125 Euro bekommt man eine Genanalyse per Speichelprobe sowie Vorschläge für genetisch optimal passende Partner aus dem hauseigenen Mitglieder-Pool.
Das klingt vielleicht nicht sehr vertrauenerweckend, doch die Gene sind tatsächlich nicht ganz unbeteiligt am Liebesglück. Die Evolution hat nämlich dafür gesorgt, dass zwei Menschen mit sehr unterschiedlichen HLA-Genen sich besonders anziehend finden und, wie eine Studie gezeigt hat, auf Dauer sogar glücklicher miteinander sind.
Der Grund: Diese HLA-Gene (steht für „humane Leukozyten-Antigene“) bestimmen den Aufbau des körpereigenen Immunsystems. Je mehr unterschiedliche Varianten aufeinandertreffen, desto besser für das Immunsystem, das der nächsten Generation vererbt wird – ein Vorteil, der über den Umweg der Attraktivität auch für eine angenehme Beziehung im Hier und Jetzt sorgt.
Beim Liebes-Gentest geht es also darum, die HLA-Gene zu analysieren und entsprechende Empfehlungen abzugeben, damit der Weg frei ist für eine perfekte Partnerschaft mit kerngesunden Kindern. Schade nur, dass die Liebe auf diese Weise ungefähr so spannend wird wie der Einkauf im Supermarkt.












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