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P.M. Specials: Gefühle

Psychologie & Anatomie

Wo im Gehirn sitzen die Gefühle?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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lindsay k./flickr.com

Das Kribbeln im Bauch bei Verliebten oder die Angst im Nacken – Redewendungen, die eigentlich nicht stimmen. Denn Gefühle werden vom Gehirn gesteuert, nur wo genau konnten Forscher lange nicht lokalisieren. Jetzt haben sie aber mit Hilfe von Kernspintomografien erste Landmarken auf dem 1500 Gramm schweren Territorium Gehirn gesetzt.

Bekannt ist, dass die rechte Hirnhälfte für Intuition, Kreativität, ganzheitliches Denken und Gefühl zuständig ist, während die linke Seite des Gehirns für logisches Denken, Wissenschaft und Ratio steht.

Am präzisesten kann man die Furcht lokalisieren. Die Amygdala, der sogenannte Mandelkern, ist eine tief im Gehirn verborgene Struktur im limbischen System, die eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Furcht spielt. Zusammen mit dem Thalamus, dem Hauptteil des Zwischenhirns, dem singulären Cortex, einem Zellensemble am Grund der von vorn nach hinten verlaufenen Zentralfurche und dem Stirnhirn, wird die Empfindung »Angst« an den Körper weitergegeben: schnellerer Herzschlag, erhöhter Blutdruck und Schweiß sind die direkten Folgen.

Auch für die ganz großen Gefühle sind nur winzige Areale im menschlichen Gehirn verantwortlich: Zwei Bereiche in der Großhirnrinde, die mediale insula und der anteriore Cingulus, und zusätzlich zwei tief im Stammhirn liegende Areale, der Nucleus caudatus und das Putamen, sind bei Verliebten aktiv und für das Glücksgefühl verantwortlich.

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