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P.M. Specials: Gefühle

Psychologie & Gesundheit

Sind Wutanfälle gefährlich?

Wenn wir so richtig wütend sind, herumbrüllen und toben, machen wir unserem Ärger Luft, und anschließend geht es uns prima. Denken wir. Aber da irren wir uns

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Chris Sgaraglino/flickr.com

Den Ärger regelmäßig rauszulassen scheint weit gesundheitsschädlicher zu sein, als ihn in sich hineinzufressen. Denn bei einem Wutanfall befindet sich nicht nur unser Geist, sondern auch unser Körper in Aufruhr.

Tatsächlich dauert es an die sechs Stunden, bis er nach einem Wutanfall sein Gleichgewicht wiederhergestellt hat und Atmung, Blutdruck, Herzschlag und Hormonhaushalt wieder auf Normalnull heruntergefahren worden sind. Denn Wut steigert die Produktion von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin, und die haben unter anderem auch Einfluss auf die Blutgerinnung, lassen Blutfett- und Zuckerwerte in die Höhe schießen und schädigen Herz und Gefäße, wodurch sich das Risiko eines Infarktes oder Schlaganfalls erhöht.

Eine große Untersuchung des amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention in Washington (USA) an mehr als 13000 Männern und Frauen im Alter zwischen 48 und 67 Jahren ergab, dass Wüteriche gegenüber ruhigeren Probanden daher ein beinahe dreifach höheres Risiko tragen, von verstopften oder platzenden Gefäßen niedergestreckt zu werden. Und sie steigern das Verletzungsrisiko erheblich.

Forscher des Madigan Army Medical Centers in Tacoma (Washington State, USA) untersuchten 64 Fälle von Patienten, die sich beim Racheakt an einem Getränkeautomaten verletzt hatten, der nicht so wollte wie sie. Für 15 dieser wütenden Zeitgenossen entwickelte sich der Wutanfall zum Verhängnis – sie wurden während ihres Kollers von einem umkippenden Automaten erschlagen.

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