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P.M. Specials: Tafelrunde

Artus und seine Tafelrunde

Der heldenhafte Kampf für Gott und das Gute

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Dann trifft den jungen König allerdings ein herber Schicksalsschlag: Merlin verlässt ihn. Er hat sich unsterblich in Nimue, eines der Fräulein vom See, verliebt. Die Liebe beruht allerdings nicht auf Gegenseitigkeit: Nimue ist eine falsche Schlange, die dem Magier nur schöne Augen macht, weil sie ihm die letzten Geheimnisse seiner Zauberkunst entlocken will. Merlin lässt sich täuschen und weiht sie während einer gemeinsamen Reise in sein Wissen ein. Nun will Nimue ihn loswerden: In Cornwall lockt sie ihn unter einen Felsen, der ihn mit seiner Zauberkraft einschließt.

Auch Artus wird das Opfer weiblicher Hinterhältigkeit. Dabei hat Merlin ihn kurz vor seinem Ende noch gewarnt: Die Frau, der er am meisten vertraue, werde ihm Schwert und Scheide stehlen. Der König schläft daraufhin mit dem Schwert in der Hand. So findet ihn seine Schwester, die Zauberin Morgana, als sie mitten in der Nacht in sein Schlafgemach eindringt. Da sie Excalibur nicht mitnehmen kann, ohne Artus zu wecken, greift sie nach der Scheide und versteckt sie in ihrem Mantel. Der König bemerkt den Verlust am nächsten Morgen und verfolgt die Diebin. Doch als Morgana ihn kommen sieht, wirft sie die wertvolle Beute in einen tiefen See und verwandelt sich selbst vorübergehend in einen Stein.

Nicht nur Artus selbst ist jetzt wieder verletzlich. Auch sein Reich ist in Gefahr: Der Kaiser in Rom fordert seine Unterwerfung und droht mit der Vernichtung Britanniens. Artus antwortet, er sei dem Kaiser weder Huldigung noch Tribut schuldig, und rüstet seinerseits zu einem Feldzug gegen Rom. Wenig später überquert er mit seinem Heer den Kanal. In der Bretagne besiegen 10000 Briten 60000 gegnerische Soldaten. Artus persönlich erschlägt mit Excalibur unzählige Feinde und tötet schließlich auch Kaiser Lucius. Zusammen mit seinen Rittern zieht er über die Schweiz in die Toskana, wo er zahlreiche Städte und Burgen erobert. Erst als die römischen Stadtväter sich ihm unterwerfen und der Papst ihn zum Kaiser gekrönt hat, kehrt er nach Britannien zurück.

Endlich sind alle Feinde besiegt, und es herrscht Frieden. Doch nun beginnt für die Ritter des Artus die schwierigste Aufgabe: die Suche nach dem Heiligen Gral. Malory nennt diesen Gral in seinem Buch »das Geheimnis Unseres Herrn Jesus Christus«. Der Legende nach handelt es sich um ein Gefäß mit dem Blut Jesu. Einige Ritter der Tafelrunde sind dem Gral bei ihren Streifzügen durch das Land bereits flüchtig begegnet – allerdings hat ihn keiner je wirklich gesehen. Parzival etwa, der tödlich verletzt war, wurde durch dessen Wunderkraft spontan geheilt, obwohl er nur einen blassen Schimmer erkannte. Doch jetzt sollen sie den Gral bewusst suchen. Das freilich wird nur wenigen gelingen, denn das unverhüllte Heiligtum kann nur erblicken, wer wahrhaft heldenhaft, edelmütig und keusch ist.

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Autor/in: Monika Weiner

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