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P.M. Specials: Tafelrunde

Artus und seine Tafelrunde

Der heldenhafte Kampf für Gott und das Gute

Als sich die Legionen Roms im Jahr 410 aus der Provinz Britannia zurückziehen, liefern sie die Insel schutzlos den Angriffen der Barbaren aus. Das Licht im Dunkel dieser stürmischen Zeit wird von einem Mann verkörpert, der für Gerechtigkeit streitet und zum christlichen Stammvater der britischen Monarchie wird: König Artus. Seine historische Existenz wird heute von Forschern bezweifelt, doch um das Leben des sagenhaften Herrschers Artus und seine Tafelrunde ranken sich viele abenteuerliche Legenden. Lesen Sie die klassische Version ...

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Turnier-Helden: Ritter im Kampf um Ehre und Ansehen. Spanische Illustration, 14. Jhd.

Als sich die Legionen Roms im Jahr 410 aus der Provinz Britannia zurückziehen, liefern sie die Insel schutzlos den Angriffen der Barbaren aus. Das Licht im Dunkel dieser stürmischen Zeit wird von einem Mann verkörpert, der für Gerechtigkeit streitet und zum christlichen Stammvater der britischen Monarchie wird: Artus. Seine historische Existenz wird heute von Forschern bezweifelt, doch um das Leben des sagenhaften Herrschers ranken sich viele abenteuerliche Legenden. Lesen Sie die klassische Version ...

Die Heldentaten von König Artus (oder Arthur, wie ihn die Engländer nennen) und seinen Rittern sind legendär. Niemand übertrifft sie an Kühn-heit, Tapferkeit und Edelmut. Und doch stehen am Anfang der Geschichte ganz unritterliche Motive: Ohne Begierde, Lust und faule Tricks hätte es den sagenhaften Artus nie gegeben! Seine Zeugung verdankt er einem heimtückischen Seitensprung des Britenkönigs Uther Pendragon: Der verliebte sich eines Tages in Igraine, die Frau des Herzogs von Cornwall. Doch diese zeigte ihm die kalte Schulter – sie war eine anständige Frau. Um der Anmache des Königs zu entgehen, flüchtete sie mit ihrem Gemahl. Uther begann daraufhin einen Krieg gegen den Herzog, der in einem nächtlichen Gemetzel erschlagen wurde. Drei Stunden später öffnete sich die Tür zum Schlafgemach der Herzogin, und ein Mann schlüpfte zu ihr ins Bett. Igraine dachte, es sei ihr Gatte, doch tatsächlich war es Uther, dem der Magier Merlin die Gestalt des Herzogs von Cornwall verliehen hatte, damit er unerkannt zu Igraine gelangen konnte. Als Gegenleistung hatte der König versprechen müssen, das Kind, das er in dieser Nacht zeugte, Merlin zu überlassen.

Vom ersten Augenblick an umgibt Artus eine Aura des Geheimnisvollen. Neun Monate später – Uther hat die Witwe Igraine mittlerweile geehelicht – holt Merlin das Baby ab. Er lässt es taufen und übergibt es dem Ritter Ector. Der zieht den Knaben zusammen mit seinem eigenen Sohn Kay auf. Artus wächst heran, ohne etwas von seiner königlichen Herkunft zu ahnen. Derweil droht Britannien im Chaos zu versinken: Nach dem Tod Uther Pendragons brechen Kämpfe unter den rivalisierenden Fürsten aus. Merlin beobachtet die Entwicklung. Schließlich gibt er bekannt, dass sich am nächsten Weihnachtstag in London durch ein Wunder zeigen werde, wer der rechtmäßige Nachfolger des verstorbenen Königs sei. Alle Fürsten des Reiches reisen daraufhin nach London. Zu ihrem großen Erstaunen sehen sie auf dem Kirchplatz einen Marmorblock; darauf steht ein stählerner Amboss, in dem ein Schwert steckt. Auf dem Griff kann man lesen: »Wer dieses Schwert aus diesem Stein und Amboss herauszieht, der ist der rechtmäßige König von ganz England.« Zahlreiche Edle zerren und rütteln an dem Zauberschwert, doch es bewegt sich keinen Millimeter.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.6 (7 Bewertungen)
Autor/in: Monika Weiner

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