Geschichte & Politik
Welcher König hat am längsten regiert?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der Bourbone Ludwig XIV. bestieg 1643 den französischen Thron. Wahrscheinlich musste ihm seine Mutter hoch helfen, denn er war gerade mal vier Jahre alt.
Die Mutter, Anna von Österreich, und Kardinal Mazarin führten auch zunächst die Amtsgeschäfte, bis Ludwig am 7. Juni 1654 offiziell gekrönt wurde. Insgesamt regierte er 72 Jahre – ein wahrhaft royaler Rekord. Kein Wunder, dass der „Sonnenkönig“ während dieser langen Amtsdauer ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelte: Der ihm zugeschriebene Satz „L’État, c’est moi!“ („Der Staat bin ich!“) wurde zum geflügelten Wort.
Von den 111 Königen und Kaisern der deutschen Geschichte brachte es Heinrich IV. auf die längste Regentschaft: Er herrschte fast 50 Jahre lang, von 1056 bis 1106. Die kürzeste Regentschaft hatte fatale Folgen für die Deutschen: Kaiser Friedrich III. starb 1888 nach nur 99 Tagen. Er galt als intelligent, besonnen und liberal – im Gegensatz zu seinem Sohn Wilhelm II., der als Heißsporn das Deutsche Reich in den Ersten Weltkrieg trieb.
Auch in der Chronik der Päpste gibt es einen Rekord: Pius IX. ist der bisher am längsten regierende Papst der Kirchengeschichte. Von 1846 bis zu seinem Tod 1878 war er 32 Jahre lang Oberhaupt der katholischen Kirche.
Last but not least: Der derzeit regierende Monarch mit der längsten „Laufzeit“ ist der König von Thailand, Bhumibol Adulyadej. Nach dem bisher nie geklärten Tod seines älteren Bruders, König Ananda Mahidol, folgte Prinz Bhumibol am 9. Juni 1946 auf den thailändischen Thron.












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