Geschichte & Politik
Seit wann tragen Könige eine Krone?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Seit mindestens 5000 jahren müssen Staatenlenker schwer tragen: Schon ägyptische Pharaos hatten ein deutliches Machtzeichen auf dem Kopf.
Ihre „Hdt“ oder „Hedjet“, übersetzt „das Weiße“, war eine hohe Kappe aus weißem Stoff – frappierend ähnlich jenem „Corno Ducale“, den die Dogen Venedigs trugen. Nach der Vereinigung von Ober- und Unterägypten wurde die weiße Hedjet zur weiß-roten Doppelkrone „Pschent“.
Die Krone ist das sichtbarste Zeichen für Besonderheit und erhebt ihren Träger buchstäblich über seine Untertanen. Daher übernahmen so gut wie alle Herrscher des Morgen- und Abendlands die ägyptische Tradition. Die Imperatoren Roms trugen ein Diadem oder einen Lorbeerkranz, die Herrscher der Germanen einen Helm oder Stirnreif.
Ab dem frühen Mittelalter kamen geschlossene Kronen in Mode – sowie feierliche Krönungszeremonien an prächtigen, geweihten Orten (Aachener Dom, Westminster Abbey, Kathedrale von Reims), die dem Herrscher auch göttliche Legitimation verleihen sollten.
Berühmte Königskronen in Europa
> Die Reichskrone der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches mit ihrer ungewöhnlich achteckigen Form. Zu besichtigen in der Schatzkammer der Wiener Hofburg.
> Die Edwardskrone mit ihren 444 Edelsteinen wird von britischen Monarchen nur einmal – bei der Krönungsfeier – getragen. Zu besichtigen im Tower von London.
> Die Eiserne Krone wurde von den Langobardenkönigen ab dem 9. Jahrhundert getragen. Der eiserne Reif im Inneren war angeblich aus einem Nagel vom Kreuz Christi hergestellt worden. Zu besichtigen im Dom von Monza.
> Die Mütze des Monomach – die mit Zobelfell besetzte Krone der russischen Zaren. Zu besichtigen in der Schatzkammer des Kreml.












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