Rom
Sulla - Roms blutiger Diktator
Historiker nennen die Jahrzehnte, in die der Aufstand des Spartacus fällt, die »Krise der römischen Republik«. Das Problem: Rom hatte ein Weltreich unterworfen und wurde immer noch regiert wie ein größeres Dorf.
Das Heer bestand aus Bauern, die über die dauernden Kriege ihre Höfe vernachlässigten und so verarmten. Und im Senat saßen die reichen Patrone zusammen, beschworen die gute alte Zeit und wachten eifersüchtig, dass keiner von ihnen zu mächtig wurde.
Derweil erschütterten Parteienkämpfe die Stadt: Auf der einen Seite standen die Politiker, die sich auf die Volksmassen stützten; auf der anderen Seite diejenigen, die das Vertrauen der alten Eliten genossen. Und weil die Spitzenpolitiker Roms gleichzeitig auch Feldherrn waren, hatten alle Legionen an ihrer Seite, die treu zu ihnen hielten. Denn die Führer versprachen den Soldaten Beute und ein Landgut fürs Alter.
Caesar und Pompeius waren solche mächtigen Gestalten und Gegenspieler. Eine Generation zuvor sind es Marius und Sulla, dem diese Biografie gewidmet ist, die viel Hintergrundwissen über diese Zeit vermittelt.
Als konservativer Politiker war Lucius Cornelius Sulla gegen Marius erfolgreich – und gnadenlos: Seine »Proskriptionslisten«, auf denen die Geächteten bekannt gemacht wurden, lösten einen Blutrausch aus: Fast 5000 Römer wurden getötet – angeblich für die »Wiederherstellung der Republik«. Christ führt uns aber nicht nur den Militär Sulla vor, der mit seinen Truppen gegen Rom zog, sondern auch den hoffnungsvollen jungen Mann und theaterbegeisterten Schöngeist.
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