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Weltraumtraining
Schwerelos im Segelflieger
Was Astronauten beim Start in einer Rakete erleben oder Top-Gun-Piloten in engen Kurvenflügen, macht jetzt ein Österreicher erlebbar: in einem Segelflugzeug! Das fliegt in wellenförmigen Parabeln durch die Luft. Unten wiegt man eine halbe Tonne, oben weniger als eine Feder.
Davon träumen viele Menschen: einmal im Leben schwerelos zu sein. Der Österreicher Paul Bierl erfüllt diese Sehnsucht, für 420 Euro, ohne mit seinen Gästen zur Raumstation ISS fliegen zu müssen. Ihm reicht ein Segelflugzeug.
Das wird von einem Motorflugzeug in 1500 Meter Höhe geschleppt. Dann geht der Segelflieger in den kontrollierten Sturzflug über. Wenn es der Pilot in 600 Metern Höhe abfängt und wieder nach oben zieht, wirkt auf seinen Passagier eine Beschleunigung von 7g – das ist das siebenfache der Schwerkraft auf der Erde.
Für ein paar Sekunden wiegt ein 70 Kilogramm schwerer Mensch jetzt fast 500. Das ist die Kraft, der Astronauten beim Start einer Rakete in den Weltraum ausgesetzt sind oder die Piloten von Jagdflugzeugen in eng geflogenen Kurven erleben.
Zwei Minuten lang sich fühlen wie in der Raumstation
Wenn das Segelflugzeug nach dem Wendepunkt über dem Boden jetzt wieder steil nach oben steigt, darf sich der Gast auf die nächste, eigentliche Überraschung freuen: die Schwerelosigkeit. Sie tritt ein, wenn der Pilot den Steuerknüppel wieder nach vorne drückt und die Flugzeugnase sich in Richtung Erdboden dreht.
Während dieser Wende sind die Insassen schwerelos und haben „Zero G“, wie dieser Zustand in der Astronautensprache heißt. Diese Leichtigkeit stimuliert den Körper, seine Drüsen und Hormone in besonderer Weise und erzeugt oft einen besonderen Glückszustand, das Space-High, könnte man sagen.
Diese Parabeln werden fünfzehn Mal geflogen. Bei jedem oberen Wendepunkt wiegt der Gast weniger als eine Feder. Insgesamt erlebt er zwei Minuten lang Schwerelosigkeit. Danach hat das Segelflugzeug so viel Höhe verloren, dass es zum Flugplatz zurückgleiten muss.
Mehr Information:www.blufly.at/coming.htm
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