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Wolkenkratzer
Ökologische Wolkenkratzer zum Recyceln
Den grünen Punkt kennen wir bislang nur von Verpackungen und Gläsern. Jetzt ist der Trend zur Wiederverwertung auch im Bauwesen zu beobachten. Recycling für Wolkenkratzer.
Neue Häuser sind nicht mehr nur energiesparend, sondern ökologisch abbaubar. Als größter CO2-Produzent unter den Wirtschaftzweigen hat auch das Bauwesen endlich mit dem Recyceln angefangen. Schließlich gehen mehr als 35 Prozent des Energieverbrauchs, 60 Prozent des Müllaufkommens und 35 Prozent der Emissionen auf das Konto neu errichteter Bauten.
Wolkenkratzer sind in den letzten Jahrzehnten immer luxuriöser, imposanter, höher und stabiler geworden. Die Baukunst steht praktisch auf ihrem Höhepunkt. Langsam schleicht sich aber ein neuer Aspekt ein, der Gedanke der Nachhaltigkeit. Recyclebare Wolkenkratzer heißt der Trend von morgen.
Bei der Planung eines neuen Gebäudes wird dabei berücksichtigt, dass alle verwendeten Baustoffe und Komponenten später vollständig in ihre biologischen oder technischen Kreisläufe zurückzuführen sind und sich abbauen lassen.
Beim ökologischen Bauen darf kein Sondermüll mehr entstehen
Ein heute errichteter Rohbau hat etwa eine Haltbarkeit von 100 Jahren. Nach dem Ablauf dieser Zeit müssen die verwendeten Materialien problemlos entsorgt werden können. Ohne dass Sondermüll entsteht. Verwendete Substanzen dürfen zum Beispiel nicht giftig oder gesundheitsschädlich sein.
Holz eignet sich hervorragend für das ökologische Bauen. Beim Verrotten wird es zu Humus für neue Bäume. Ähnliche Charaktereigenschaften weisen Lehm, Stroh, Ziegel oder Natursteine auf.
Wolkenkratzer werden grün
Auch im Innenausbau wird Umweltbewusstsein zum Thema. In Indien setzte der Bau des Palais Royale neue Maßstäbe für das Wasser- und Energiemanagementsowie für die Abfallverwertung und Emissionsreduktion. Dafür wurde das Projekt sogar von dem indischen Rat für umweltbewusstes Bauen ausgezeichnet. Der grüne Punkt nun also auch auf Wolkenkratzern.
Allerdings sind natürliche Baustoffe oftmals teurer als konventionelle. In der Baupraxis wird es daher aus Kostengründen wohl einen Kompromiss geben müssen. So grün ist die Baukunst dann doch noch nicht.
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