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Cäsar und Augustus
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Wie gefährlich sind die Geheimbünde von heute?
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Gottesteilchen
Gottesteilchen so gut wie gefunden – verändert sich jetzt die Welt?
Das Kernforschungszentrum CERN will mit hoher Wahrscheinlichkeit das Gottesteilchen gefunden haben. Unabhängige Experten halten das für gut möglich. Endgültige Sicherheit besteht in ein paar Wochen. Steht jetzt die Welt Kopf?
Die Pressekonferenz der Teilchenphysiker gab sich noch sehr zurückhaltend. Was sich im letzten Jahr schon andeutete, darüber gibt es heute mehr Gewissheit. Die Versuche im Beschleuniger deuten darauf hin, dass das seit 50 Jahren gesuchte Higgs-Teilchen gefunden worden ist. Es ist für die Schwerkraft zuständig.
Ohne Gottesteilchen gäbe es keine Menschen
Ohne dieses subatomare Partikel gäbe es weder Planeten noch den Menschen. Deshalb wurde es auch Gottesteilchen getauft. Der leitende CERN-Wissenschaftler Joe Incandela sprach von „einem vorläufigen, aber sehr überzeugenden Ergebnis“. Ende Juli soll eine endgültige Stellungnahme erfolgen.
Einige Forscher feiern dies bereits als Durchbruch der Physik und Sternstunde der Forschung, besonders für die europäische. Damit hätte sich das Standardmodell der Physik als gültig erwiesen. Vorsichtiger ist der Münchner Physiker Bernd Schöne, Mitglied der Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik TELI.
Der Fund des Gottesteilchens wurde bereits für dieses Jahr angekündigt
Er sagt, man müsse sich die Statistiken ganz besonders sorgfältig ansehen, weil es bei Forschungsprojekten dieser Größenordnung und Komplexität kaum mehr externe Kontrollmöglichkeiten gebe. Sind die Versuchsprotokolle stimmig und logisch, entsprechen sie den Erwartungen, besonders: Was sind denn jetzt die physikalischen Eckdaten dieses neuen Teilchens, wie lässt es sich beschreiben? Das ist auch eine Herausforderung für die Wissenschaftsjournalisten.
Im übrigen, sagt Schöne, war eine Bestätigung der Theorie durch die CERN-Versuche zu erwarten. „Dass man es finden wird, damit hat jeder gerechnet und wurde ja auch von den Leitern des Versuchs für dieses Jahr bereits angekündigt.“ Deshalb gab es auch einen großen Erfolgsdruck, zu diesem Ergebnis zu kommen. Eine Sensation ist es nicht.
Hat das Gottesteilchen Gott sterben lassen?
Physikalisch viel spannender findet Schöne, wenn das Teilchen am Ende nicht gefunden wird. Dann müsste die Welt der Physik sich jetzt den Kopf zerbrechen, mit welchen neuen, kreativen Versuchsmodellen sich das mysteriöse Teilchen überführen lassen könnte.
Ist mit dem Auffinden des Gottesteilchen auch Gott tot? Nein. Der Begriff ist eine geniale Wortschöpfung, ebenso wie Urknall und Ursuppe. Das Gottesteilchen half, das Thema zu popularisieren und ganz normale Bürger und Steuerzahler für Teilchenphysik zu interessieren. Die finanzierten einen Großteil der milliardenteuren Forschung und haben am Erfolg teil.
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