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Fliege
Flug-Virtuose mit Super-Schlagzahl
Welches Tempo erreichte ein Springer, wenn er seine Beinmuskeln zweihundertmal in jeder Sekunde kontrahieren könnte? Für Fliegen ist das selbstverständlich!
Fliegen haben einen großen Körper mit kleinen Flügeln. Um sich damit durch die Lüfte bewegen zu können, müssen sie richtige Virtuosen sein. Forscher haben ermittelt, dass sie in der Sekunde bis zu 200-mal ihre Flügel schlagen.
Dagegen ist der Mensch muskeltechnisch eine Niete. Bei einem Hundertmetersprint bewegt er seine Beinmuskeln nur ein paar Male pro Sekunde. Gegenüber der Fliege seien wir „eine richtige Schnecke“, sagt Frank Schnorrer vom Max-Planck-Institut für Biochemie.
Könnte Herzkranken das Fliegen-Gen helfen?
Wie schafft die Fiege nun diese extrem hohe Schlagzahl? Sie besitzt zwei Arten von Flugmuskeln. Die einen ziehen den Flügel nach unten und dehnen den Gegenmuskel dabei aus. Dann kontrahiert dieser und spannt dabei seinen Widerpart.
Ein wichtiges Steuerinstrument ist dabei ein spezielles Gen mit dem Namen Spalt, hat Schnorrer jetzt herausgefunden. Es ist verantwortlich für die Ausbildung von Muskelfasern, die diesen rasend schnellen Rhythmus bei den Flügeln von Fliegen ermöglichen.
Das könnte für den Menschen Bedeutung haben. Auch der Herzmuskel bildet Spalt und beeinflusst dessen Rhythmus, sagt Schnorrer. Möglicherweise wird man ihn eines Tages, etwa bei Herzrhythmusstörungen, durch Beeinflussung mit diesem Gen besser regulieren können.
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