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Wildtiere
Der Fluchtweg von Wildtieren. Die Kanalisation
Die Kanalisation erfreut sich großer Beliebtheit in der Tierwelt. Viele Wildtiere nutzen die Abwasserwege als Passagen, um die Überquerung der gefährlichen Hauptstraßen zu meiden, wie nun eine US-Studie beweist.
US-Forscher beobachteten 57 verschiedene Spezies mit Hilfe von Infrarot-Kameras in den Tunneln unter den Highways des Bundesstaates Maryland. Ed Gates, Autor der Studie, war überrascht, wie viele Tiere tatsächlich das unterirdische Transportsystem nutzen: Von Vögeln über Reptilien bis hin zu Säugetieren.
Waschbären durchqueren die Abwassertunnel in Maryland dabei am häufigsten. Aber auch die Kanadagans führt ihre Küken durch den Tunnel, ebenso begleiten Rehe ihre Jungen durch das Kanalsystem. In Kanada wurden sogar schon Grizzlybären in unterirdischen Rohren gesichtet. In Florida bahnten sich Panther und Alligatoren ihren Weg durch die Kanalisation.
Wildtiere fliehen vor den Autos in die Kanalisation
Autobahnen und Highways zerschneiden mehr und mehr den natürlichen Lebensraum der Wildtiere. Das Überqueren der viel befahrenen Fahrbahnen endet für die meisten Tiere tödlich.
Das Sterben der Tiere könne aber minimiert und die Sicherheit der Autofahrer maximiert werden, wenn beim Bau von Autobahnen die Tiere berücksichtigt würden. Speziell für die Tiere entworfene Passagen für das Unterqueren einer Straße können die Wildtiere wie die Autofahrer schützen, meinen Experten. Diese Passagen müssten dann auf das individuelle Verhalten der Tierarten abgestimmt werden.
Während ihrer Studie stellten Ed Gates und sein Forschungsteam fest, dass Rehe Tunnelgänge mit Kopfsteinpflaster und Eichhörnchen bogenförmige Tunnel meiden. Bei der Planung eines Abwassertunnels sollten zukünftig zwingend die Lebensbedingungen und Gewohnheiten der Wildtiere mit eingeplant werden, so die Forderung der Forscher.
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