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Ernährungsforschung
Schokoladen-Osterhasen schützen vor Schlaganfall
Schokolade macht dick und sorgt für schlechte Zähne, so die verbreitete Meinung. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass die Schokolade auch einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben kann. Doch nicht jede Schokolade ist gleich gut geeignet.
Was in der Schokolade alles drin steckt
Es gibt unendlich viele Schoko-Varianten: von weißer Schokolade über Vollmilchschokolade und Bitterschokolade. Die grundsätzlichen Inhaltsstoffe, also Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker sind zwar gleich, aber ihre jeweiligen Anteile verschieden.
Ein besonderer Bestandteil von Schokolade sind die sogenannten Flavanole. Diese werden von der Kakaopflanze gebildet und haben beim Menschen eine gesundheitsfördernde Wirkung. Je höher der Kakaoanteil der Schokolade ist, je mehr Flavanole sind enthalten: Dunkle Schokolade (mind. 60 % Kakakoanteil) hat also am meisten und weiße Schokolade gar keine, weil sie keinen Kakao enthält.
Was die Schokolade kann
In einer aktuellen schwedischen Studie des Karolinska Instituts in Stockholm konnte nachgewiesen werden, dass Schokolade das Schlaganfallrisiko deutlich senkt. Die Wissenschaftler um Susanna Larsson beobachteten dafür eine Gruppe von 33.000 Frauen über 10 Jahre hinweg. Das Resultat: Frauen die pro Woche mehr als 45 Gramm Schokolade aßen, hatten ein deutlich geringeres Schlaganfallrisiko als Frauen, die weniger als 8,9 Gramm Schokolade verzehrten.
Diesen positiven Effekt schreiben die Forscher den Flavanolen zu und bestätigen damit die Ergebnisse anderer Studien. Dass Schokolade eine blutdrucksenkende Wirkung hat und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall vermindert, konnten bereits Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung nachweisen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll laut einer australischen Studie bei einem täglichen Verzehr von 100 Gramm Schokolade sinken.
Die Risiken der Schokolade
Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille: In 100 Gramm Schokolade stecken ganze
500 Kilokalorien, also knapp ein Viertel unseres Tagesbedarfs! Das liegt an dem hohen Zucker- und Fettanteil. Ein regelmäßiger Verzehr von viel Schokolade bringt also wieder ein gesundheitliches Risiko mit sich, beispielsweise für Übergewicht und Diabetes.
Genuss in Maßen wird empfohlen
Die Forschungsergebnisse vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung zeigen jedoch, dass bereits kleine Mengen dunkler Schokolade einen blutdrucksenkenden Effekt haben. Wenn man zu viel isst, übersteigen die Risiken den Nutzen. Mehr als zwei bis drei Stückchen Schokolade
(7-20 Gramm) täglich sollte man nach Expertenmeinung nicht essen. Ein kleiner Schoko-Osterhase am Tag ist also in Ordnung.
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