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Meditation

Buddha-Lächeln verändert Hirnstruktur

Entspannung, Wohlbefinden, Ausgeglichenheit – das sind Auswirkungen von Meditation. Sie wirkt nicht nur emotional, sondern auch physisch. Durch regelmäßige Übungen verändert sich die Hirnstruktur. Diese neue Erkenntnis hilft beim Behandeln von Stress- und Trauma-Patienten.

Mit unseren Gedanken formen wir nicht nur die Welt, sondern auch die emotionalen Zentren unseres Gehirns.
laineybugger/flickr.com

Acht Wochen lang mussten Probanden für die Gehirnforscherin Britta Hölzel die Anweisungen auf einer Meditations-CD befolgen. Gleichzeitig sollten die 16 Versuchspersonen dokumentieren, wie lange sie täglich meditierten. Zuvor und hinterher wurden Magnetresonanz-Bilder der Probandenhirne aufgenommen.

Beim Vergleich dieser Bilder stellten Forscher vom Massachusetts General Hospital der Harvard Medical School fest, dass sich in einigen Hirnregionen Zellstrukturen verändert hatten. Graue Hirnsubstanz, die hauptsächlich aus Nervenzellen besteht, hatte sich in einigen Arealen verdichtet. Unter anderem beobachtete die Gehirnforscher das im zentral gelegenen Hippocampus, der bei Entspannung und Selbstwahrnehmung aktiviert wird.

Im Gegenzug verringerte sich die graue Masse im Mandelkern, zeigten die Bilder. Dieses Areal liegt vor dem Hippocampus und wird bei Stress und Anspannung aktiviert. Beide Hirnareale, Hippocampus und Mandelkern, waren bei einer Kontrollgruppe, die nicht meditiert hatte, in ihrer Größe unverändert geblieben. In einem Fragebogen dokumentierten die Probanden zusätzlich ihr Empfinden von Stress vor und nach der Versuchsreihe.

Machen Sie das zum Teil Ihrer Psycho-Hygiene: 30 Minuten täglich meditieren

Die Umfrage bestätigte, was die Bilder vom Gehirn vermuten ließen: Die Probanden waren nach den acht Wochen entspannter und besser gegen Stressfaktoren gewappnet. Sie hatten durch Meditation ihr Hirn wie einen Muskel trainiert. Im Durchschnitt hatten sie täglich 27 Minuten meditiert.

Für Sara Lazar bestätigt dieses Ergebnis die Selbsteinschätzung meditierender Menschen: „Menschen fühlen sich nicht einfach nur besser, wenn sie sich bewusst entspannt haben“, sagt die Co-Autorin der Studie. Die Wirkung reicht viel weiter, sogar schon ein Lächeln beruhigt und strahlt auf das Gehirn aus.

Das Ergebnis kann bei der Behandlung moderner Stresserkrankungen wie Depressionen, Ängsten und Burn-Out dienen. Patienten mit post-traumatischer Belastungsstörung könnten mit diesen Erkenntnissen lernen, bessere physische Voraussetzungen für den Erfolg ihrer Behandlung zu schaffen.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.3 (22 Bewertungen)
Autor/in: Caroline Ring


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