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Labyrinthe

Wozu gibt es sie?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Gärten in Form von Labyrinthen haben eine lange Tradition.

Darüber zerbrechen sich selbst Experten die Köpfe! Sicher ist nur: Zeichnungen von Labyrinthen gibt es überall auf der Welt – und das seit Urzeiten. Die älteste datierbare wurde in der griechischen Stadt Pylos gefunden und ist über dreitausend Jahre alt.

Ob klein oder groß, auf den Felsen geritzt oder in den Fußboden eingelassen: Bei den klassischen Labyrinthen handelt es sich um verschlungene Wegesysteme, die zu einem Mittelpunkt führen und von dort wieder zurück nach außen. Egal, ob klein und nur mit dem Finger nachzuzeichnen oder groß und begehbar – in ihnen kann man sich nicht verirren.

Auf die Idee, Labyrinthe so zu verzweigen, dass man sich tatsächlich in ihnen verlieren kann, kamen die Menschen erst später. Ein Beispiel dafür sind die Irrgärten, wie etwa im Park von Schloss Longleat House im englischen Wiltshire oder das berühmte Rosenlabyrinth in Graitschen, bei Jena, das noch aus der Zeit des Dreißig-jährigen Kriegs stammt.

Über den Sinn von Labyrinthen wird viel spekuliert. Eine häufig vorgebrachte Theorie: Ursprünglich hatten sie eine magische Funktion. Sie sollten Tod und Teufel in die Mitte locken und dort festhalten, sodass die Menschen in Sicherheit waren.

Andere Theorie: Labyrinthe erfüllten einen spirituellen Sinn. Der Weg zur Mitte und wieder heraus symbolisiere Tod und Wiedergeburt. Noch heute wird zum Beispiel das berühmte Fußbodenlabyrinth in der Kathedrale von Chartres von spirituellen Suchern in tiefer Meditation begangen. Dagegen hatten und haben die Irrgärten in Parks (oder wie heute in Maisfeldern) schon immer einen weltlichen Sinn: Sie machen einfach Spaß.

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