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Psychologie & Gesundheit

Wofür brauchen Rennfahrer Muskeln?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Profifahrer müssen ganz konkret mit Belastungen fertig werden, die selbst austrainierte Kraftsportler an ihre Grenzen bringen würden
iStockphoto

Formel-1-Piloten gehören zu den fittesten Sportlern überhaupt. Ihr Trainingsprogramm kann sich mit dem von Fußballern und Leichtathleten messen.

Erst einmal macht allgemeine körperliche Fitness mental stark und hilft im Sportleralltag, beispielsweise kommt man besser mit Reisestress und Jetlag zurecht. Darüber hinaus müssen Profifahrer ganz konkret mit Belastungen fertig werden, die selbst austrainierte Kraftsportler an ihre Grenzen bringen würden.

So wiegt der Helm durch die Fliehkräfte in jeder Kurve bis zu 20 Kilogramm. Ein Formel-1-Rennen kann bei 50 Runden 300 scharfe Kurven beinhalten. Ohne gekräftigte Nacken- und Schultermuskulatur ist das unmöglich durchzustehen. Auch die Arme werden zwei Stunden lang am Lenkrad extrem belastet. Zwar wird heute nicht mehr mit dem ganzen Arm geschaltet (ein Knopfdruck reicht), aber die Vibrationen und Fliehkräfte bringen die Armmuskulatur doch an ihre Grenzen.

Rallyepiloten müssen sogar noch fitter sein. Die Erschütterungen, das Schalten, Bremsen und Beschleunigen auf unwirtlichen Strecken, die Fahrten mit Höchstgeschwindigkeit durch Wüsten und Dünen, auf Eis, Schotterpisten und Schlamm – dabei ist die körperliche und mentale Belastung enorm. Formel-1-Piloten müssen trainieren wie 400-Meter-Läufer, während Rallyefahrer eher so zäh und widerstandsfähig wie Marathonläufer sein sollten.

Fragt Uwe Sohre, E-Mail

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