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Kultur & Gesellschaft

Wo liegt die vollste Hauptstadt der Welt?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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iStockphoto

Menschen sind gern unter Menschen – der Zug vom Land in die Städte, der vor Jahrhunderten begann, ist immer noch in vollem Gang.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gibt es mehr als 300 Millionenstädte. Mexiko-Stadt, Seoul und Manila haben die 20-Millionen-Größe erreicht, Tokio kommt samt seinen Vorstädten auf 34 Millionen. Doch „sehr viel“ muss nicht „sehr voll“ bedeuten – darüber gibt vielmehr die Kennziffer der Bevölkerungsdichte Auskunft.

Und da existiert eine Hauptstadt, die selbst dem eng geschachtelten Tokio mit ihren rund 13650 Einwohnern pro Quadratkilometer den Rang abläuft: Malé, Hauptstadt des im Indischen Ozean gelegenen Inselstaates der Malediven. Zwar leben hier nur 100000 Einwohner, aber ihnen stehen gerade einmal 580 Hektar zur Verfügung. Das macht im Schnitt mehr als 17800 pro Quadratkilometer – Rekord. Zum Vergleich: Berlin kommt auf durchschnittlich 3850, Wien auf 4000.

In Mitteleuropa geht es also großzügig zu im Vergleich zu Malé, wo jeder Fleck bewohnt ist. Das Meer stellt die eine Begrenzung dar, die andere eine Bauvorschrift, die besagt, dass kein Gebäude die etwa 45 Meter hohe „Freitagsmoschee“ überragen darf. Und es droht weiterer Landverlust: Der Tsunami vom Weihnachtstag 2004 machte deutlich, dass die Malediven wie kein anderer Staat der Welt durch das Meer in ihrer Existenz bedroht sind. Die höchste natürliche Erhebung der Inselgruppe misst gerade einmal 2,40 Meter.

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