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Kultur & Gesellschaft

Wie schmeckt Schneckenkaviar?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wie schmeckt Schneckenkaviar?Wie schmeckt Schneckenkaviar?
iStockphoto

Mehr nach Wald als nach Meer – denn da kommt er ja auch her, der letzte Schrei für den Gourmet, der schon alles zu kennen glaubt: Schneckenkaviar.

Größter Produzent ist Dominique Pierru aus Nordfrankreich. Jede seiner mehr als 60000 Schnecken produziert vier Gramm Eier im Jahr, das macht rund 240 Kilo Jahresproduktion für seinen Betrieb, den Pierru nun aber rasch ausbauen will.

Denn die Nachfrage ist groß, und mit 170 Euro pro hundert Gramm können die Schneckengelege durchaus in der Kaviarklasse mitspielen. Nur an den edelsten, den Beluga-Kaviar aus dem Iran, reichen sie nicht heran, der kostet um die 600 Euro pro hundert Gramm.

Die kleinen schleimigen Gehäuseträger haben übrigens Glück: Anders als die fischigen Kaviarlieferanten müssen sie nicht getötet werden, um an die Eier zu kommen. Pierru hegt und pflegt sie, sorgt für 20 Grad Wärme, 80 Prozent Luftfeuchtigkeit und 18 Stunden Licht am Tag. Genossen wird Schneckenkaviar übrigens pur, mit etwas Salz und Rosmarin. Geschmacklich schwingt eine Note von Pilzen und Wald mit.

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