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Kultur & Gesellschaft
Wie herum drehen sich Gebetsmühlen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der Pilger aktiviert auf seinem Weg zu einem Kloster in Tibet die Gebetsmühlen. In der Hand meist eine Mühle.
Die Buddhisten nehmen es da schon genau: Im Uhrzeigersinn gedreht verbreiten Gebetsmühlen ihren Segen und häufen „gutes Karma“ an. Doch werden sie aus Unachtsamkeit in die andere Richtung bewegt, verpufft die gute Wirkung, und die Mühe war vergeblich.
Das gilt sowohl für die Walzen, die den Weg zu Tempeln säumen, als auch für die kleinen Handmühlen, welche die Pilger oft stundenlang bei ihrem langen Marsch zu einem Heiligtum kreisen lassen. Egal ob klein oder groß: Auf die Walzen der Mühlen sind wichtige Gebetsformeln und Mantren (heilige Worte) eingraviert – beim Drehen der Mühle sollen sie, so die buddhistische Vorstellung, ihre positiven Effekte in alle Winde verbreiten.
Im Westen wird das Drehen der Gebetsmühlen oft als abergläubische, sinnentleerte Aktivität gesehen – das Wort „gebetsmühlenartig“ bezeichnet bei uns das automatische Herunterleiern bestimmter Worte. Tatsächlich ist das Drehen der Gebetsmühle aber mehr als nur eine mechanische Tätigkeit, sondern sollte von speziellen Meditationen und Gebeten begleitet werden.
Die einfachste Form: Der Gläubige bittet mit einem Spruch, der durchs Drehen aktivierte Segen möge nicht nur ihm selbst, sondern allen „fühlenden Wesen“ (Menschen und Tieren) zugute kommen. Mönche und Nonnen meditieren beim Drehen oft über die Auflösung des Egos und die Einheit aller geschaffenen Dinge und Wesen.
Fragt Steffi Bahro, E-Mail












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