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Natur & Reise

Wie häufig gibt es Gewitter?

Wie häufig gibt es Gewitter?Wie häufig gibt es Gewitter?
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Wenn es blitzt und donnert, entladen sich die mächtigen Comulonimbus-Wolken, die Teilchen aus gefrorenem Wasser enthalten. In deren Innerem sind negative und positive Ladungen voneinander getrennt, sodass sie entweder negative Teilchen aus der Umgebung einfangen oder positiv geladene Eissplitter absprengen. Aufwinde tragen die leichten, positiv geladenen Eisbruchstücke in den oberen Teil der Wolke. Die schweren, negativ geladenen Teilchen sinken dagegen ab. Wenn die so entstehende elektrische Spannung innerhalb der Wolke oder zwischen Wolke und Boden bei etwa 2000 Volt liegt, kommt es zum Blitz. Die elektrische Ladung erhitzt die umliegende Luft so schnell, dass sie sich in einer Explosion ausdehnt. Die folgende Druckwelle ist als Donner zu hören.

Wie häufig es kracht und blitzt, ist abhängig von der geografischen Lage. Die Zahl der Gewitter nimmt von den Tropen nach höheren Breiten hin ab. So ist in der Äquatorialzone mit 100 bis 160 Gewittertagen im Jahr zu rechnen, in mittleren Breiten sind es 15 bis 50, in

Polargegenden sind Gewitter fast unbekannt. Die Häufigkeit von Gewittern nimmt zum Landesinneren hin zu und erreicht ihr Maximum in der Nähe von Gebirgen.

In Deutschland gibt es Gewitter besonders oft im Voralpenland mit über 30 Gewitter-Tagen, im Oberrheinischen Tiefland, im Vorland des Rheinischen Schiefergebirges, über dem Thüringer Wald und an den sächsischen Gebirgen. In Schleswig-Holstein werden im Jahresmittel weniger als 15 Gewitter gezählt.

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