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Kultur & Gesellschaft
Was steckt in den Nuckelflaschen der Sportler?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Sportler holen sich verbrauchte Energie durch Flüssigkeit zurück – der besondere »Saft« in den Flaschen gilt als Muss für Athleten.
Ob beim Fussball, Marathonlauf oder Tennis – es gehört inzwischen zum Sportler-Image: Wer Leistung bringen will, setzt in jeder Pause die Flasche an. Drin ist das Kultgetränk Gatorade, ein Longseller des Pepsi-Konzerns. In sechs verschiedenen Geschmacks- und Farbrichtungen gibt es den Sportdrink.
Doch egal ob »GreenApple« oder »BlackIce«, der Inhalt ist bis auf Farb- und Aromastoffe immer gleich: Wasser, Elektrolyte (Natrium-, Magnesium-, Kalium- und Chloridsalze) und Kohlenhydrate (Zucker). Klingt erst mal nicht gerade spektakulär. Das Geheimnis von Gatorade, inzwischen von vielen anderen Getränkeherstellern kopiert, liegt im Mischungsverhältnis der Zutaten.
Die Konzentration von Zucker, Salzen und Spurenelementen entspricht nahezu der des Blutes (Fachausdruck: Das Getränk ist isoton). Der Effekt: Wasser, Elektrolyte und Zucker werden mit maximaler Geschwindigkeit aus dem Darm in Blut und Zellen aufgenommen. Schneller sogar als bei reinem Wasser (Wasser ist eine hypotone Flüssigkeit, d. h. die Teilchendichte liegt unter der des Blutes). So bekommt der Sportler besonders schnell zurück, was er ausgeschwitzt und durch Muskeleinsatz verloren hat. Bei Hochleistungssportlern kann das über Sieg und Niederlage entscheiden.
Seinen Namen verdankt das Sportgetränk den »Gators«, einem Footballteam der Universität Florida. An ihm hat der Medizinprofessor und Nierenspezialist James Robert Cade 1965 seinen neu entwickelten Wunderdrink getestet. Mit Erfolg: Das Footballteam spielte die erfolgreichste Saison seiner Geschichte und bekam bald den Spitznamen »Schlussphasen-Team«. Denn besonders gegen Spielende waren die Gators ihren ermatteten Gegnern (dank des ausgewogenen Flüssigkeitshaushalts) auffallend überlegen.
Übrigens: Auch wenn es superschick wirkt – Freizeitsportler und Sonntagsjogger brauchen nach Meinung von Sportwissenschaftlern kein Gatorade. Für sie tut es auch auch ganz normales Wasser.












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