Eine kühne Behauptung ist der Hecht im Karpfenteich unserer trägen Gedanken und Meinungen.
Wissenschaft & Technik
Was ist der Totmannknopf?
Totmannknopf klingt dramatischer als Sicherheitsfahrschaltung (kurz Sifa), aber ersteres Wort trifft den Kern der Sache genau: Der Totmannknopf soll eine Lokomotive oder einen Triebwagen per Zwangsbremsung anhalten, falls der Fahrer bewusstlos wird oder zum Beispiel an einem Herzinfarkt stirbt.
Im einfachsten Fall ist die Sifa ein Pedal, auf dem der Lokführer während der Fahrt steht. Wenn er das Totmannpedal während der Fahrt verlässt, hält der Zug an. Um das unbequeme Pedal zu umgehen, haben es einige Lokführer einfach mit einem genügend schweren Gegenstand belastet und die Sifa dadurch hinfällig gemacht – außerdem war das Pedal alles andere als fehlerfrei; ein Lokführer hätte ja im ungünstigsten Fall bewusstlos direkt aufs Pedal sinken können.
Mittlerweile ist fast überall die Zeit-Zeit-Sifa gebräuchlich. Bei dieser hält der Lokführer ein Pedal oder eine Taste dreißig Sekunden gedrückt und muss den Druck dann kurz unterbrechen. Damit erhält das System die Bestätigung, dass der Lokführer noch reagieren kann. Bleibt die Bestätigung des Lokführers nach dreißig Sekunden aus, warnt das System den Lokführer optisch und akustisch. Nach weiteren fünf Sekunden ohne Reaktion wird der Zug angehalten.
Bei der so genannten Zeit-Weg-Sifa wird neben der Zeit auch die zurückgelegte Strecke seit der letzten Bestätigung einbezogen. In der ehemaligen DDR war eine Aufforderungs-Sifa gebräuchlich: Der Lokführer musste ein optisches Signal nach einer zufällig vom System bestimmten Zeit-Weg-Spanne abwarten und durch einen Tastendruck bestätigen.











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