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Wissenschaft & Technik

Warum werden Fische immer kleiner?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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iStockphoto

Der Kabeljau, von Überfischung bedroht, pflanzt sich heute schon bei 65 Zentimetern Größe fort, nicht wie früher bei einem Meter.

Das verdanken sie uns Menschen bzw. unserer Art, mit den Ozeanen und ihren Bewohnern umzugehen. Denn die Weltmeere werden mittlerweile so stark befischt, dass sich die Darwinsche Evolutionstheorie vom Überleben des Stärkeren ins Gegenteil verkehrt. Ein Forscherteam der Universität Bergen in Norwegen stellte jetzt fest, dass sich nicht nur die Anzahl der Fische, sondern auch ihre Körpergröße und Fortpflanzungsfähigkeit verringert hat: Durch die Maschen der Stell-, Treib- oder Schleppnetze können kleinere Fische durchschlüpfen, größere haben keine Chance.

Für viele Fischarten ist der Fischfang die Todesursache Nummer eins. Selbst durch einen Befischungsstopp würden sich die Bestände so schnell nicht erholen. Besonders dramatisch ist das Schicksal des Kabeljaus (Dorsch). Bis Anfang der 1970er-Jahre gehörte er zu den verbreitetsten Fischarten der Welt, heute ist er in seinem Fortbestand bedroht.

Nicht nur das: Der Kabeljau pflanzt sich heute schon bei einer Körpergröße von 65 Zentimetern fort, normal ist eigentlich ein Meter. Selbst dort, wo versucht wird, der Kabeljau-Population durch verringerte Fangquoten eine kleine Chance zur Erholung zu geben, regenerieren sich die Bestände nicht so wie erhofft. Zu drastischen Fangbeschränkungen für einzelne Fischarten konnte sich die EU bisher nicht durchringen. Aufgrund steigender Nachfrage ist aus wirtschaftlicher Sicht auch nicht ein Ende, sondern eher eine Ausweitung der Befischung zu befürchten.

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