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Kultur & Gesellschaft
Warum tragen Frauen Silvester rote Unterwäsche?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Zum Jahresbeginn soll sie Glück bringen, glaubten schon die alten Römer. Für die Italiener ist die Neujahrsnacht die Nacht der roten Dessous: Vom BH bis zur Boxershort – in den Wochen vorher sind viele Schaufenster mit aufreizend roten Wäschestücken dekoriert.
Dahinter steckt ein uralter Brauch, der im Land der Latin Lover bis in die heutige Zeit mit einiger Gewissenhaftigkeit praktiziert wird: Wer sich für das kommende Jahr sinnliche Stunden mit dem oder der Geliebten erhofft, kredenzt ihr oder ihm rechtzeitig eins von diesen sündigen Höschen, das dem Aberglauben gemäß just seine Wirkung als Glücksbringer entfaltet, wenn draußen die Silvesterböller knallen. Angeblich waren es die alten Römer unter Kaiser Augustus, die das Brauchtum vor gut 2000 Jahren in die Welt setzten – erstaunlich genug, legte besagter Kaiser doch eher gesteigerten Wert auf Sitte und Ordnung.
Vielleicht liegen die Wurzeln der roten Reizwäsche aber auch in China – tradi-tionsbewusste Chinesinnen, die im Jahr des Pferdes geboren wurden, tragen nicht nur in der Silvesternacht, sondern das ganze Jahr über rote Unterwäsche. Es könnte also durchaus sein, dass der berühmte venezianische Chinareisende Marco Polo die Idee nach Italien importiert hat – die Nudeln brachte er ja schließlich auch von dort mit. Wie auch immer – neben dem Kick für die Sinne soll die leuchtende Farbe, so eng am Körper getragen, sogar böse Geister abwehren.
Überhaupt liefert das Rot gleich ein ganzes Symbolpaket: Es steht für Macht, Gesundheit und Fruchtbarkeit, aber auch für den Neuanfang. Daher passt es bestens zu Initiations- und Übergangsriten – also auch zur Neujahrsnacht und ihren Versprechungen für die Zukunft.












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