Eine Frau begeht einen Fehler, wenn sie den Mann schon beim ersten Beisammensein ihre Blinddarm-Operationsnarbe bewundern läßt.
Geschichte & Politik
Warum steht die Madonna auf dem Mond?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Simple Frage, aber viele Antworten und eine komplexe Geschichte, die Jahrtausende zurückreicht. Im »Hortum deliciarum«, »Garten der Wonnen«, einem von der Nonne Herrad von Landsberg 1175 herausgegebenen Buch, erscheint Maria zum ersten Mal auf der Mondsichel. Hinter dem sinnlichen Buchtitel verbirgt sich eine Enzyklopädie, in der alles theologische Wissen der mittelalterlichen Welt mit mehr als 300 Miniaturen verzeichnet ist.
Das Bild der Gottesmutter als »Himmelskönigin«, oft auch umringt von einem Strahlenkranz aus zwölf Sternen, wurde bald so populär wie andere klassische Mariendarstellungen (etwa die Jungfrau mit dem Erzengel Gabriel oder die Madonna mit Baby auf dem Arm). Der Mond ist seit Jahrtausenden ein Attribut weiblicher Gottheiten. So trägt zum Beispiel Isis, die altägyptische Göttin der Liebe und »Königin des westlichen Himmels«, Kuhhörner auf dem Kopf, die wie eine Mondsichel nach oben gebogen sind. Die Parallele zur christlichen Madonna ist unübersehbar: Auch Isis wird oft mit ihrem göttlichen Baby auf dem Arm dargestellt.
Dass Maria aber die Mondsichel quasi mit den Füßen tritt, hat in den Augen mancher Forscher auch eine symbolische Bedeutung: den Sieg des Christentums über den lange sehr populären Isiskult. Ab dem 15. Jahrhundert, als die Angst vor den Türken Europa in Atem hielt, kam eine politische Message dazu: Der Halbmond ist ein Symbol des Islam. Es gibt noch eine weitere Deutung der »Mondsichel-Madonna«.
In seiner Endzeitvision (Apokalypse) sieht der Apostel Johannes am Himmel »eine Frau mit dem Mond unter ihren Füßen und auf dem Haupt ein Krone von zwölf Sternen«. Kein gutes Omen, sondern der Auftakt zum Weltuntergang. Auch diese eindrucksvolle Vorstellung hat die Künstler vermutlich zur »Mondsichel-Madonna« inspiriert (hier: den Maler Luca Giordano, 1680). Allerdings verlor »das apokalyptische Weib« dabei allmählich von seinem Schrecken und wurde immer mehr zur strahlenden, gütigen Gottesmutter Maria.












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