Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand. Nur werden die Ämter leider nicht von Gott vergeben.
Kultur & Gesellschaft
Warum schenken wir zum Einzug Brot und Salz?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Brot und Salz galten über Jahrhunderte als kostbare Lebensmittel, die für Wohlergehen, Sesshaftigkeit und Gemeinschaft standen.
Brot war in ganz frühen Zeiten ein Symbol der Götter: Die Griechen huldigten Demeter, der Erdmutter, zuständig für Ackerbau und Fruchtbarkeit. Dem Mythos zufolge soll sie den Menschen den Getreidebau und das Brotbacken beigebracht haben. Auf ihr römisches Pendant, den Gott Ceres, geht der Begriff »Zerealien« (Feldfrüchte) zurück. Auch im Christentum haben Brot und Salz eine wichtige Bedeutung. So bittet man Gott um das täglich Brot, das den Leib Christi symbolisiert (Johannes, 6,35 : »Ich bin das Brot des Lebens«). Und im Matthäus-Evangelium heißt es: »Ihr seid das Salz der Erde« (5,13).
Salz war das erste Lebensmittel, das mit einem Zoll belegt wurde. Einst galt es als so wertvoll, dass man es gegen Juwelen tauschte. Die römischen Soldaten wurden mit dem »Salarium« entlohnt, das vor allem zum Kauf von Salz verwendet wurde – das englische Wort salary (Gehalt) geht darauf zurück. Als Symbol haben Brot und Salz eine wohlmeinende Bedeutung: In Russland ist es Brauch, einem Besucher als Zeichen der Freundschaft Brot und Tee anzubieten.
In vielen Ländern ist es Tradition, dass ein frisch getrautes Paar sich ein mit Salz bestreutes Brot teilt, um seine Verbundenheit in guten und in schlechten Zeiten zu bezeugen. Bei uns sind Brot und Salz als Gastgeschenk nach dem Einzug in eine neue Wohnung als guter Wunsch für das Wohlergehen zu verstehen. Auch bei der Einweihung der Britischen Botschaft in Berlin gab es für die Queen Brot und Salz.
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