Im 8. Jahrhundert wollte der Bischof und Nachfolger des Bonifatius, der heilige Chrodegang von Metz (Tag: 6. März), seine Geistlichen zu einem besseren Leben ermahnen. Als Grundlage für seine Erziehungsidee diente das Alte Testament mit dem dritten Buch Mose, das wegen seiner Vorschriften für die Priester (Leviten) auch »Leviticus« heißt. Er ließ Kapitel aus diesem Text vorlesen und kommentierte sie dann von der Kanzel aus, oft in wortgewaltigen Strafpredigten. So kam es zu der Redensart »jemandem die Leviten lesen«. Auch heute noch meint diese Floskel ein Zurechtweisen von Personen.
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