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Natur & Reise

Warum leuchten die Sterne in kalten Nächten besonders hell?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Manche Sterne am Winterhimmel leuchten deshalb so hell, weil sie unglaublich nah an der Erde sind
iStockphoto

Der Himmel ist tiefschwarz, die Luft glasklar, und die Sterne des Winterhimmels funkeln wie Diamanten auf einem Samtbett. Diesen besonderen Anblick in frostigen Nächten verdanken wir der Beschaffenheit der Luft. Andreas Kratzer, Astrophysiker an der TU München, erklärt: „Bei Kälte kann die Luft weniger Wasser aufnehmen, was zur Folge hat, dass vor allem nach Sonnenuntergang die Luftfeuchtigkeit zu Tröpfchen kondensiert und auf die Erde niederschlägt.“ Das Ergebnis sind Nebel, Raureif, vereiste Dächer und Windschutzscheiben – und eine saubere, klare Luft, die mehr Sternenlicht zum menschlichen Auge durchlässt. Weiterer Grund für den besonderen Sternenglanz in Winternächten: „Beim winterlichen Abendhimmel blicken wir nicht, wie im Sommer, ins sternenreiche Zentrum unserer Galaxie“, so Kratzer, „sondern nach außen, in unseren Galaxie- Arm hinaus und damit viel tiefer ins Universum hinein.“

 

Eine Perspektive, die weniger Sterne zeigt, dafür aber hellere. Betrachter auf der Nordhalbkugel haben gegen 23 Uhr zum Beispiel eine wunderbare Sicht auf den Orion: Mit seinem roten Superriesen Beteigeuze, 940 Lichtjahre entfernt, und dem blauen Riesen Rigel strahlt er auch für ungeübte Sterngucker leicht erkennbar am südlichen Himmel. Ebenso markante Leuchtpunkte sind der rote Riese Aldebaran im Stier, oder Castor und Pollux im Sternbild der Zwillinge. Manche Sterne am Winterhimmel leuchten auch deshalb so hell, weil sie unglaublich nah an der Erde sind. Bei Sirius ist das der Fall: Er liegt nur acht Lichtjahre entfernt im Sternbild des Großen Hunds. Und schließlich bereichert im Winter auch die Venus den Abendhimmel und überstrahlt im Februar am südwestlichen Himmel alle anderen. Ende März verschwindet sie dann im Westen und wird wieder zum Morgenstern.

P.M. Fragen & Antworten 03/2013

 

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Autor/in: Isabel Winklbauer

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