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Psychologie & Gesundheit

Warum grassiert die Grippe im Winter?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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iStockphoto

Eigentlich komisch, denn weder Grippeviren noch Schnupfenbakterien fühlen sich bei Kälte besonders wohl.

Egal, was unsere Großmutter uns eingebläut hat – die Kälte allein macht uns noch nicht anfälliger für Krankheiten. Das jedenfalls ist eine verblüffende Erkenntnis der Wissenschaftler. Auch spricht nichts dagegen, mit nassen Haaren oder etwas leichter bekleidet vor die Tür zu gehen.

Eine britische Studie an Gefängnisinsassen wies nach, dass Kälte, etwa beim Hofgang in dünnen Kleidern, weder anfälliger für grippale Infekte macht noch vorhandene Erkältungen verstärkt.

Der wirkliche Grund: Wir leben im Winter riskanter, und das machen sich die Schnupfen- und Hustenauslöser eiskalt zunutze. Wir verbringen mehr Zeit in Räumen mit anderen Menschen, sodass die Viren besser zirkulieren können. Wir radeln nicht mehr ins Büro, sondern zwängen uns in überfüllte U-Bahnen.

Bei Kälte rücken wir, bewusst und unbewusst, einander stärker auf die Pelle, sodass es die berühmt-berüchtigte Tröpfcheninfektion leicht hat, von Mensch zu Mensch zu springen. Und auf die ewige Frage, warum Ärzte sich so selten erkälten, obwohl sie doch dauernd mit grippalen Infekten zu tun haben, gibt es eine einfache Antwort: Sie waschen sich die Hände. Die meisten Infektionen geschehen über die Hände, mit denen wir kurz ins Gesicht oder über die Nase fahren – und schon ist es passiert.
 

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