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Geschichte & Politik
Wann wurde das Knopfloch erfunden?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der Knopf und das Loch waren keineswegs schon immer ein untrennbares Duo. Den Knopf ohne Loch gab es nämlich schon in der Steinzeit: Zum Zusammenhalten der Kleidung wickelte man zum Beispiel um zwei gegenüberliegend angebrachte kleinere Steine feste Schnüre.
Die alten Ritterfräulein ließen sich morgens ihre Ärmel zunähen und abends wieder auftrennen. Später wurden der Doppelknopf aus Bernstein oder aus Holzknebeln durch eine Schlaufe verbunden. Manchem diente der pure Knopf aus edlem Material zur Zierde, seine Träger drückten mit ihm ihre Stellung und ihren Reichtum aus.
Dass ein Loch passend zum Knopf praktisch ist, entdeckte man erst Ende des 13. Jahrhunderts. Man sagt, dass der venezianische Händler Marco Polo die Idee von seinen Reisen mitgebracht habe. Die neue Methode verbreitete sich bis zum 14. Jahrhundert in ganz Europa und führte zu einer Mode mit eng auf die Figur zugeschnittenen Kleidern, die von einer ganzen Reihe von Knöpfen gehalten wurden.
Ein gutes Knopfloch ist eine Kunst und bei hochwertigen Kleidungsstücken von Hand genäht. Der Schneider verwendet dazu ein besonders gezwirntes Garn, die Knopflochseide. Sie wird heute immer häufiger durch Polyestergarn abgelöst. Das Knopfloch wird mit einem Schlingstich, dem Knopflochstich, gearbeitet, der das Knopfloch festigt und gegen Ausreißen schützt. Der haltbare feste Rand unterscheidet ein gutes von einem schlechten Knopfloch.












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