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Psychologie & Gesundheit
Sollte man keinen Sex vor einem Wettkampf haben?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Generationen von Sportlern mussten sich (zumindest offiziell) vor wichtigen Wettkämpfen in sexueller Enthaltsamkeit üben – völlig umsonst, wie man heute weiß.
So galt selbst in der deutschen Fußballnationalmannschaft, einem Synonym für Männlichkeit, das Sexverbot bis weit in die Neunzigerjahre. »Sex macht schlapp und untergräbt die Kampfmoral«, lautete die offizielle Begründung. Medizinisch ist das in etwa so stichhaltig bewiesen wie die Behauptung, durch Selbstbefriedigung schrumpfe das Rückenmark.
Und dennoch gibt es immer wieder Sportler, die auf die Kraft der Enthaltsamkeit schwören: »Wenn ich mich einmal nicht an das Verbot meiner Betreuer gehalten habe, hatte ich am nächsten Tag schwere Beine«, sagt etwa der ehemalige britische Weltklasse-Sprinter Linford Christie. Doch das ist eher eine Einzelmeinung. Einige Mediziner glauben, dass an der moralischen Komponente etwas dran sein könnte, weil Sex beruhigt und Aggressionen abbaut. Da wäre es doch interessant zu erfahren, was das für ein Koitus ist, der es schafft, über Nacht monatelange Trainingsarbeit zunichte zu machen.
Im Gegenteil: »Sex macht schnell« behauptet eine Studie der Universität Oxford mit 2000 Teilnehmern des London-Marathons. Demnach waren diejenigen, die am Tag zuvor sexuell aktiv waren, durchschnittlich fünf Minuten eher im Ziel. Auch der israelische Sportarzt Alexander Olshanietzky vertritt die Meinung, dass Sex die sportliche Leistung fördere, besonders bei Hochspringern und Sprintern. Bei den Olympischen Spielen 2000 hat er festgestellt, dass Frauen, die in der Nacht vor dem Wettkampf einen Orgasmus hatten, schneller laufen und höher springen konnten als ihre Konkurrentinnen.












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