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Kultur & Gesellschaft

Seit wann gibt es Musik?

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Apoll und die Musen haben den Menschen die Musik geschenkt – so erzählt es die griechische Mythologie. Wobei das Wort Musik ursprünglich Geist und Gemüt bildende Tätigkeiten im Unterschied zur Gymnastik bezeichnet hat. Als Erfinder der Musik in unserem Sinne gilt der Philosoph Pythagoras, der als Erster im sechsten Jahrhundert vor Christus den Klang theoretisch erkundet haben soll. Doch sicher haben die Menschen schon vorher Klänge erzeugt – durch Klatschen, Stampfen, Rufen –, vermutlich zur Beschwörung unsichtbarer Wesen.

Die ältesten Bildzeugnisse dafür, dass Menschen schon vor langer Zeit musiziert haben, stammen aus Mesopotamien um 3000 vor Christus. Diese Steinreliefs zeigen Musikanten mit Harfen, Leiern und Trommeln. Allerdings deuten Funde von Knochenpfeifen aus der Altsteinzeit, von Grifflochflöten, einfelligen Trommeln und Panflöten aus der Jungsteinzeit darauf hin, dass die Menschheit schon in ihren Anfängen dem Erzeugen von Tönen Bedeutung beimaß und auch wusste, wie sie solche erzeugen konnte. Wie sich die Musik unserer ältesten Vorfahren anhörte, wissen wir nicht. Schriftliche Aufzeichnungen von Tönen gibt es erst seit dem Mittelalter. Noten, wie wir sie kennen, entwickelten sich erst im 16. Jahrhundert.

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