Keiner ist so dumm, dass er sich nicht hin und wieder dumm stellte.
Psychologie & Gesundheit
Macht Joggen schlau?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Dass regelmäßiges Laufen unserer Gesundheit guttut, wissen wir längst. Dass wir damit aber auch unserem Gehirn einen Gefallen tun können, ist eine ganz neue Erkenntnis. Eine Untersuchung der Universität Illinois legt jedenfalls die intelligenzsteigernde Wirkung körperlicher Ertüchtigung nahe. Der Neurologe Art Kramer ließ 100 Versuchspersonen zwischen 18 und 80 Jahren über 12 Monate lang drei Mal pro Woche eine halbe Stunde laufen, wobei nicht bis zur Erschöpfung gesprintet werden musste; flottes Gehen reichte völlig aus. Die Personen waren unsportlich und übergewichtig. Anschließend verglich der Forscher die Hirnleistung mit einer Kontrollgruppe, die dem Nichtstun hatte frönen
müssen. Ergebnis: Reaktionsgeschwindigkeit, Auffassungsgabe und Merkfähigkeit hatten sich bei allen Joggern deutlich gesteigert, und zwar im Durchschnitt um erstaunliche 20 Prozent.
"Kein Teil des Gehirns arbeitet für sich selbst - es kommt auf die Vernetzung an", so Kramer. Bei älteren oder generell untätigen Menschen scheinen die verschiedenen Hirnregionen immer weniger synchron zu funktionieren. Körperliche Betätigung stimuliert die Nervenzellen in verschiedenen Hirnregionen offenbar, wieder besser miteinander zu arbeiten. Joggen ist also Training für Muskel- und Nervenzellen zugleich.
P.M. Fragen & Antworten 04/2011
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