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Wissenschaft & Technik
Fliegen fliegende Fische wirklich?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ende des 16. Jahrhunderts widmeten die holländischen Seefahrer Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman dem Fliegenden Fisch ein Sternbild. Die beiden Abenteurer hatten wahrscheinlich auf ihren Fahrten nach Ostasien die Bekanntschaft mit jenen faszinierenden Tieren gemacht und ihnen daraufhin das Sternbild »Piscis Volans« (Fliegender Fisch) zugeordnet.
Und tatsächlich ist ein Schwarm glitzernder Fische, der aus dem Wasser auftaucht und sich über Sekunden und Meter in der Luft hält, bevor er wieder im Wasser verschwindet, ein surrealer Anblick. Aber: Wirklich fliegen können die Tiere nicht – sie gleiten.
Bei ihrem »Flug« erreichen die Mitglieder der Familie Exocoetidae durch das schnelle Flattern ihres Schwanzes eine Geschwindigkeit von bis zu 30 Stundenkilometern. Ihre besondere Anatomie, die sich unter anderem in tragflächenähnlichen großen Brustflossen niederschlägt, verhilft ihnen zu langen Gleitflügen. Die Flossen können je nach Bedarf verbreitert oder zusammengefaltet werden.
Wie lange sich der Fisch mit ihnen in der Luft hält, ist stark wetterabhängig. Bei Gegenwind und Aufwinden erreicht er bis zu zehn Meter Höhe und gleitet in 30 bis 40 Sekunden bis zu 400 Meter weit. Manch unvorsichtiger Schwarm ist dabei versehentlich auf Schiffdecks und ähnlich unpassenden Umgebungen gelandet.
Fallen die Tiere in ihr richtiges Element zurück, brauchen sie nicht erst wieder unterzutauchen, sondern können sich problemlos mit ihrer verlängerten unteren Schwanzflosse wieder in die Luft katapultieren. Praktisch, wenn es darum geht, Fressfeinden zu entkommen. Manche Arten der Flugfischfamilie lassen sich gut im Aquarium halten. Dann aber gilt: Deckel immer gut verschließen.
Fragt Antonio Lapa, E-Mail












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