Die Philosophen sind wie Zahnärzte, die Löcher aufbohren, ohne sie füllen zu können.
Psychologie & Gesundheit
Dick durch spätes Schlafengehen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Dass zu wenig Schlaf dem Geist nicht guttut, ist schon lange bekannt. Aber auch der Organismus wird in Mitleidenschaft gezogen. Während des Schlafs schüttet der Körper normalerweise verstärkt das Hormon Leptin aus, das ein Sättigungsgefühl auslöst. Das appetitanregende Hormon Ghrelin entsteht dagegen bei Schlafmangel. Die Folge: Menschen, die sich wenig Schlaf gönnen, neigen zu Übergewicht. Sie sind nachweislich aber auch oft geistig weniger leistungsfähig, denn auch das Gehirn braucht ausreichend Zeit zur Erholung.
Neue Untersuchungen der Medizinerin Dr. Carol Maher von der University of South Australia in Adelaide legen die Vermutung nahe, dass nicht allein die Dauer des Schlafs, sondern auch dessen Zeitpunkt von entscheidender Bedeutung ist. Ihr Team untersuchte die Schlafenszeiten von 2200 Kindern zwischen neun und 16 Jahren. Dabei zeigte sich, dass die Kinder, die spät ins Bett gingen, zu Dickleibigkeit und Antriebslosigkeit neigten – auch dann, wenn sie morgens länger schliefen und gegenüber Frühaufstehern kein Schlafdefizit aufwiesen.
Die entscheidende Rolle spielte nach diesen Untersuchungen das typische, unterschiedliche Verhalten von Früh- und Spätaufstehern. So bewegten sich die Frühaufsteher etwa doppelt so viel. Auch die Ernährung beider Gruppen unterschied sich: Frühaufsteher konsumieren weniger Fast Food und koffeinhaltige Getränke.
P.M. Fragen & Antworten 06/2012












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