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Geschichte & Politik

Der Ötzi-Fluch - Wen hat er getroffen?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten 07/2011
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Die Unglücksserie von Ötzi ist hoffentlich zu EndeDie Unglücksserie von Ötzi ist hoffentlich zu Ende
Die Unglücksserie von Ötzi ist hoffentlich zu Ende
iStockphoto

Vom Tutanchamun-Fluch hat fast jeder schon mal gehört: Angeblich starben alle Mitglieder des Teams, die das Grab des ägyptischen Gottkönigs im Tal der Könige 1922 als Erste betraten, eines frühen Todes. Aber während sich dieser "Fluch" bei genauerem Betrachten als Legende entpuppte (die Mitarbeiter des Bergungsteams erreichten ein Durchschnittsalter von immerhin 70 Jahren), hat die Gletschermumie Ötzi ihren Findern tatsächlich kein Glück gebracht. Helmut Simon, ein erfahrener Alpinist, der die Mumie entdeckte, stürzte während einer Klettertour 2004 in eine 100 Meter tiefe Schlucht und wurde erst eine Woche später gefunden. Eine "grausame Ironie", befand selbst das Wissenschaftsmagazin Science, habe Simon zum gleichen Schicksal verdammt, wie Ötzi es vor 5300 Jahren erlitt - zum Tod im Eis.

Simon war aber schon das vierte Opfer des "Ötzi-Fluchs". Günter Henn, der Gerichtsmediziner, der Ötzi als Erster untersuchte, starb bei einem Autounfall, ausgerechnet auf dem Weg zu einem Vortrag über den Gletschermann. Anschließend erwischte es den Bergführer Kurt Fritz, der in eine Gletscherspalte stürzte. Er hatte Ötzi aus dem Eis geborgen. Der ORF-Kameramann Rainer Hölzl filmte die Bergungsaktion und erlag bald einem Gehirntumor. Spätere Horrormeldungen rund um den Ötzifluch sind allerdings Erfindungen. So erfreuen sich einige Bergführer, die angeblich ebenfalls Ötzi-Opfer wurden, bester Gesundheit. Die Unglücksserie ist hoffentlich zu Ende.

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