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Sensationsfund in Panama
Bei Ausgrabungen in Panama sind Forscher auf die Überreste einer rätselhaften, nahezu unbekannten Kultur gestoßen. Sie entdeckten eine Vielzahl an Gräbern, die mehr als tausend Jahre alt sind. Für die Archäologen einen Sensationsfund – und vielleicht ein neues Tal der Könige.
2010 haben Forscher in Panama die Grabstätte El Caño, benannt nach einem nahe gelegenem Wasserfall, untersucht. Dabei sind sie auf eine Vielzahl von kreisförmig angeordneten Gräbern gestoßen. In einem davon fanden sie einen mit reichlich Gold geschmückten Häuptling sowie einen ebenfalls geschmückten Säugling, in dem die Forscher seinen Sohn vermuten. Der Fund deutet daraufhin, dass sich an dieser Stelle womöglich ein oder mehrere Friedhöfe befinden. Sollte sich dies bestätigen, hätten die Archäologen in Panama ein Tal der Könige entdeckt, zu vergleichen mit dem in Ägypten.
Bereits 2005 hatte das gleiche Forscherteam begonnen, erste Gräber an der Stätte El Caño freizulegen. Damals fingen sie an, auf einem Hügel mit circa 80 Metern Durchmesser zu graben und hatten vollen Erfolg. Direkt in dessen Zentrum fanden sie erstmals ein Grab mit den Überresten eines mit Gold geschmückten Mannes, ähnlich dem, den sie fünf Jahre später entdecken sollten. Mit Hilfe der Radiokarbon-Datierung wurden die Funde dem 9. Jahrhundert zugeschrieben. Zur selben Zeit begann die Kultur der Maya, weiter nördlich auf dem Kontinent, unterzugehen.
Die Ausgrabungen in El Caño waren nicht die ersten ihrer Art. Forscher der Harvard Universität und der Universität von Pennsylvania hatten im Jahre 1940 unweit der neuen Fundstelle ähnliche Entdeckungen gemacht. Die damaligen Funde wurden fälschlicherweise auf das 16. Jahrhundert datiert, dem Zeitpunkt, als die spanischen Eroberer auf die Ureinwohner Panamas trafen. Inzwischen weiß man, dass auch diese Ausgrabungen deutlich früher einzuordnen sind und es sich um Überreste derselben Kultur handelt.
Sowohl bei den Häuptlingen als auch den in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gefundenen Überresten handelt es sich um Ausgrabungen der Bevölkerung von Sitio Conte, einem Bevölkerungsstamm Panamas, der bereits lange vor der spanischen Eroberung auf dem Kontinent weilte. Die Forscherteams aus Harvard und Pennsylvania hatten damals genug Schätze für ein Museum geborgen und die weitere Suche eingestellt.
Mit den erneuten Ausgrabungen 2010 gelang der Durchbruch. Die weitere Untersuchung des Geländes gilt als beschlossene Sache, da die Forscher bereits ein Stück flussaufwärts einen neuen Friedhof entdeckten. Gemessen an den bisherigen Funden in Relation zur Ausgrabungszeit, würde die komplette Erschließung der Grabstätten ungefähr 200 Jahre dauern.
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