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Illuminaten
Die geheime Welt der Verschwörungen
Er ist einfach nicht totzukriegen – der mysteriöse Bund der Illuminaten. Streng historisch gesehen hat er nicht einmal zwanzig Jahre existiert, doch seit seinem offiziellen Aus halten sich hartnäckig Verschwörungstheorien. Warum haben die Illuminaten so viel Macht über unsere Gedanken und Gefühle? Was ist das Geheimnis der Illuminaten?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Sie sind wieder da. Diesmal auf der Leinwand. Die unheimliche Dunkelmacht ist intelligent, schlagkräftig und zum Äußersten entschlossen. In Dan Browns Thriller »Illuminati«, der jetzt in den Kinos läuft, beginnt der mächtige Geheimbund sein zerstörerisches Werk mit einem Rachefeldzug gegen das Zentrum der katholischen Welt: den Vatikan. Die spektakuläre Story über eine im Verborgenen agierende Organisation trifft voll den Nerv der Zeit: Dan Browns 2000 in den USA erschienener Roman über die Machenschaften der geheimnisvollen Illuminaten kletterte innerhalb kürzester Zeit auf die Spitzenplätze der Bestsellerlisten – auch die aufwendige Verfilmung (mit Tom Hanks und Ayelet Zurer) verspricht ein Blockbuster zu werden.
Das komplexe Romangeschehen, das sich überwiegend in den Kirchen der Ewigen Stadt abspielt, ist nach offizieller Lesart pure Fiktion, geschickt vermischt mit historischen Fakten. Doch die Hartnäckigkeit, mit der die Illuminaten, obwohl sie bereits vor mehr als 200 Jahren polizeilich aufgelöst wurden, die Menschen heute noch beschäftigen und für immer neue Spekulationen sorgen, wirft Fragen auf. Was ist das Geheimnis der mysteriösen Dunkelmänner, die scheinbar im Verborgenen weiteroperieren? Warum haben sie so viel Macht über unsere Gedanken?
Die Illuminaten - eine Spurensuche
Die Spurensuche beginnt im bayerischen Ingolstadt, in einer aufregenden, nicht ungefährlichen Zeit. 1776 gründete dort ein junger Wissenschaftler namens Adam Weishaupt einen kleinen Geheimbund, in dem die jungen Adepten, meistens Studenten, die Gelegenheit erhalten sollten, in aller Ruhe die verbotenen Texte der Aufklärung mit ihren revolutionären Gedanken zu lesen und zu diskutieren. Doch schnell wurde mehr aus dem Klub, der sich zunächst »Bienenorden« nannte und später in »Illuminaten« – die Erleuchteten – umtaufte. Er machte sich zum Ziel, in ganz Europa die Macht der Kirche, des Adels und des Despotismus zu brechen.
Die erbittertsten Feinde des Bundes waren die Jesuiten und der mystisch-religiös geprägte Geheimbund der Rosenkreuzer, die es heute noch gibt. Um ihre Spuren zu verwischen, legten sich die Mitglieder der Illuminaten Decknamen zu, auch Städtenamen wurden verschlüsselt.
Das Ende der Illuminaten?
Bereits acht Jahre nach der Gründung zählte der Orden zwischen 2000 und 2500 Mitglieder, darunter mehrere regierende Fürsten, die sich den Ideen der Aufklärung verpflichtet fühlten, sowie prominente Geistesgrößen wie Goethe und Herder. Doch die Blütezeit währte nicht lange. 1785 schlug die bayerische Regierung zu, angestiftet vom Freiherrn von Törring, der dem Konkurrenzorden, den Rosenkreuzern, angehörte: Der Bund der Erleuchteten wurde zerschlagen und 1787 bei Todesstrafe verboten. Damit war das Ende der Illuminaten besiegelt.
Der Gründer, Adam Weishaupt, hatte sich schon früher wegen interner Streitigkeiten zurückgezogen. Der letzte bekannte »Großmeister« war Johann Christoph Bode, dessen Spuren sich nach 1790 verloren.
Trotzdem haben die Illuminaten im Geheimen auf erstaunliche Weise bis heute überdauert. In regelmäßigen Abständen tauchen sie im öffentlichen Bewusstsein auf, sorgen bestenfalls für wilde Spekulationen, schlimmstenfalls für Angst und Unruhe. Ende des 18. Jahrhunderts wurde über erste Nachfolgeorganisationen gemunkelt, die »Minervalkirche« in Weimar und den »Orden der Unsichtbaren Freunde«; über beide ist wenig bekannt.
- Geheime Eliten
- Verschwörungstheorien
- Geheimbünde, Brüderschaften und Sekten























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