Die Philosophen sind wie Zahnärzte, die Löcher aufbohren, ohne sie füllen zu können.
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Cäsar und Augustus
Deutschland 1913: Der letzte Sommer im Frieden
Brief, Telefon & Co: Als die Wörter fliegen lernten
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Wie gefährlich sind die Geheimbünde von heute?
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Wissenschaft
21 Dinge, die die Welt verändert haben
Große Erfindungen? Da denkt man zuerst an Eisenbahn oder Hubble-Teleskop. Es gibt aber viele »kleine« Errungenschaften, über deren »große« Wirkung wir gar nicht mehr nachdenken. Oder war Ihnen zum Beispiel klar, wie sehr der Fahrstuhl das Bild ganzer Städte bestimmt?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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1. Das erste Wort fiel vor gut 1,5 Millionen Jahren
Am Anfang der Sprache stand vermutlich ein sanfter Zischlaut wie »Tsch, tsch, tsch«. Niemand ahnte damals, wie er die Welt verändern sollte. Gesprochen wurde er von einer Mutter im Nordosten Afrikas zu ihrem Baby, und das Zischen trug eine einfache Botschaft: »Auch wenn ich dich auf den Boden legen muss, um Nahrung zu sammeln: Ich bin hier, ich bin hier.« Noch heute ist das unsere eigentliche Mitteilung, wenn wir unsere Kinder in den Schlaf summen. Aus dieser anfänglichen Anwesenheitsbeteuerung entwickelte sich die ganze Breite menschlicher Lautäußerungen: Tausende verschiedene Sprachen, komplexe Grammatiken, unterschiedlichste Dialekte.
2. Das erste Feuerzeug zündete vor 790 000 Jahren
Mit der Fähigkeit, jederzeit und überall Feuer entzünden zu können, erhob sich der Mensch endgültig aus dem Tierreich. Entsprechend alt ist das älteste Feuerzeug: etwa 790.000 Jahre. Es bestand aus zwei Steinen und einem Schwamm und wurde in Israel gezündet. Mit genügend Übung konnte man mit einem graubraunen, harten Feuerstein aus einem metallisch glänzenden knollenartigen Stein, der Eisensulfidkristalle enthielt, Funken schlagen und damit trockenen Baumschwamm zum Glimmen bringen. Auch heute noch eine funktionierende Alternative, wenn das Feuerzeug mal streikt.
3. Das erste Kunstwerk entstand vor 100 000 Jahren
Sein Schöpfer hockte in der Blombos-Höhle in Südafrika. In seinem Atelier mit Blick auf den Indischen Ozean rührte er in einer handtellergroßen schillernden Schneckenschale aufwendig Farbe an. Die erste Mischung bestand aus gemahlenen, rötlich glänzenden Ocker-Stücken, erhitzten Knochenkrümeln, etwas Kohle und Flüssigkeit. Mit der rötlichen Farbe bemalte der unbekannte Schöpfer zunächst Haut und Körper, später auch die Wände seiner Höhle. Mit der Kunst zog das Geistige auch in die materielle Welt ein. Der Mensch war jetzt erstmals mehr als die Summe seiner Grundbedürfnisse.
4. Das erste Musikinstrument spielte vor 40 000 Jahren
Seit wir die Musik haben, können wir unsere Gefühle sensibler ausdrücken. Für Liebe, Trauer, Angst oder Glück gibt es in der Sprache nur einfache Begriffe - Musik kann sie differenzierter beschreiben. Der erste Musiker vor 40 000 Jahren wohnte in der Schwäbischen Alb. 50 Stunden lang schnitzte er, neben einem Feuer in der Höhle »Hohle Fels« sitzend, am Flügelknochen eines nordischen Singschwans herum, um eine exakt pentatonisch gestimmte Flöte herzustellen. Die alten Flötentöne hören wir übrigens noch heute: Kinderlieder wie »Backe, backe Kuchen« basieren auf der Fünfton-Musik und lassen sich mit dem ältesten Musikinstrument der Menschheit spielen.
- Hypatia von Alexandria
- Interview
- 30 Jahre P.M.























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