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Geländewagen
Atom-Mobil kurvt auf dem Mars herum
Im Rahmen der Mars-Sience-Laboratory-Mission schickt die NASA einen Geländewagen zum Roten Planeten. Er ist so groß wie ein Mini-Cooper und mit technischen Innovationen ausgestattet. Sein Ziel: bewohnbare Orte für Menschen finden und Anzeichen für früheres Leben suchen.
Der Mars war schon im Mittelalter wegen seiner Helligkeit bekannt. Später war er ein beliebtes Forschungsobjekt – erst von der Erde aus und jetzt fast greifbar.
Alle zwei Jahre nähert sich der Mars unserer Erde bis auf 56 Millionen Kilometer. Es ist die Hochsaison für Marsreisen. Die Strecke ist dann mit relativ wenig Treibstoff zu bewältigen. Die NASA bemühte sich in den letzten Jahren alle Startfenster zu nutzen.
Sie schickte 2003 die beiden kleinen Rover Opportunity und Spirit, 2005 den Mars Reconnaissance Orbiter sowie 2007 den Phoenix zum Mars. 2009 sollte dann der bisher größte und leistungsfähigste Geländewagen die Marsoberfläche erkunden: der Rover Curiosity.
Geländewagen für den Mars kostet zwei Milliarden
Das Marsmobil konnte aber nicht rechtzeitig fertig gestellt werden. Das Startfenster verstrich ungenutzt. Insgesamt zwei Milliarden Dollar kostet das Projekt – inklusive Entwicklung, Bau und Beförderung des Geländewagens zum Nachbarplaneten.
Das Herzstück, der Geländewagen, ist mit vielen technischen Innovationen ausgestattet. Besonders im Bereich des Landesystems und bei der Energieversorgung. Die Landevorrichtung, auch Abstiegsstufe genannt, ist mit einem SkyCrane-Komplex versehen. Dieser Kran wird 15 Meter über der Marsoberfläche aktiviert und lässt den Geländewagen an mehreren acht Meter langen Seilen zu Boden. Das garantiert ein sicheres Aufsetzen auch auf ungünstigem Terrain. Nach der Landung werden die Seile gekappt.
Radioaktives Plutonium betreibt Geländewagen
Energie beziehtdas Marsmobil nicht wie andere Rover über Solarzellen. Es ist mit einer Radionuklidbatterie, auch Atombatterie genannt, betrieben. Diese gewinnt Energie durch Zerfall von radioaktivem Plutonium. Falls beim Start der Rakete etwas schief geht, haben Forscher ein Sicherheitskonzept entwickelt. Das Plutonium zerfällt nicht zu Staub, sondern in größere Bruchstücke, die nicht eingeatmet werden können.
Die Batterie ist außerdem unabhängig vom Wetter und leichter als Solarpanels mit der gleichen Leistung. Insgesamt bleibt mehr Platz für wissenschaftliche Instrumente.
Acht Monate Reisezeit für Geländewagen
Der Geländewagen wird im „Gale“-Krater landen, der früher ein See war. Dort soll er den Marsboden analysieren und organische Verbindungen aufspüren. Der Krater ist dafür besonders geeignet, weil der Boden schichtweise aufgebaut ist. Untere Schichten sind meist älter und helfen Curiosity herauszufinden, ob früher Leben auf dem Mars existiert hat. Zudem soll er Lebensräume für erste Mars-Besiedler finden.
Das Mars Sience Laboratory, wie die Mars-Mission, heißt, startet am Samstag, 26. November, von der Cape Canaveral Air Force Station. Erst im August 2012, nach acht Monaten Flugzeit wird der Geländewagen sein Ziel erreichen.
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- Raumfahrt & Psychologie
























