In einer britischen Studie mit 63 Herzstillstand-Patienten berichteten jüngst sieben Betroffene, nach dem Herzstillstand Freude und Hoffnung gefühlt und ein helles Licht am Ende eines Tunnels gesehen zu haben. Nun hat der Initiator der Studie die Erlaubnis bekommen, seine Forschungen auf 25 Kliniken auszudehnen.
"Diese Studie liefert die bisher besten Hinweise darauf, dass es ein Leben nach dem Tod gibt", sagte Studienleiter Dr. Sam Parnia von der Universität Southampton. "Sieben der 63 von uns untersuchten Herzstillstand-Patienten berichteten von einem Near Death Experience (NDE). Vier dieser Patienten erfüllten eindeutig alle klinischen Kriterien eines NDE." Die Betroffenen berichteten über Gefühle wie Freude und Hoffnung, ein helles Licht, Wärme und mystische Wesen sowie verstorbene Verwandte. Alle Patienten hatten zu diesem Zeitpunkt bereits keine Hirnströme mehr. Wie es zu diesen Erfahrungen kommt, ist wissenschaftlich hochgradig umstritten. Einige Studien brachten bestimmte Sauerstoff- und Kohlendioxid-Konzentration im Gehirn mit den so genannten Nahtod-Erfahrungen in Verbindung. Für Studienleiter Dr. Sam Parnia von der Universität Southampton kommt diese Erklärung für die Herzstillstand-Patienten jedoch nicht in Frage: Parnia betont, dass die sieben Patienten mit Nahtod-Erfahrung sogar höhere Sauerstoffkonzentrationen aufwiesen als Patienten ohne ein solches Erlebnis. Ein Mangel an Sauerstoff, als Ursache für die Erlebnisse, scheidet laut Dr. Parnia somit aus. Als schlichte Halluzinationen ließen sich die Patientenerfahrungen ebenfalls nicht befriedigend erklären. "Die Frage ist, ob all dies auf ein Leben nach dem Tod hindeutet", so Dr. Parnia weiter. "Dazu müssen mehr Studien vorgenommen werden."

|