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Kosmische Hintergrundstrahlung kein Beweis für den Urknall

Als die Physiker Wilson und Penzias die kosmische Hintergrundstrahlung, eine Mikrowellenstrahlung, entdeckten, war diese Entdeckung einer der größten Triumphe für das Modell des Urknalls. Die Strahlen hatten genau die Wellenlänge, die sie nach Voraussagen der Theoretiker (insbesondere George Gamov) haben sollten. Sie entsprachen einem "Schwarzen Strahler", einer gleichförmigen Strahlungsquelle, von 2,7 Kelvin. Das ist nicht die Temperatur des Weltraums, sondern nur die Temperatur eines fiktiven Schwarzen Strahlers, der genau diese Strahlung hervorbringen würde. Und die kosmische Hintergrundstrahlung war auch so gleichmäßig, wie die Kosmologen sie brauchten.
Indes, die geringen Unregelmäßigkeiten dieser Strahlung können nicht die größten Gebilde im Weltall erklären. Zudem weist der deutsche Urknall-Kritiker Hans Jörg Fahr darauf hin, dass die Strahlung, wenn sie denn vom Rande des Universums kommt, gar nicht so gleichmäßig sein dürfte, denn zwischen der Strahlung und uns liegt ja das gesamte Universum mit seinen vielfältigen Formen. Und die müssten doch die Strahlen irgendwie beeinflussen, verformen, verbiegen, verstreuen.
Doch braucht die kosmische Hintergrundstrahlung zur Erklärung gar keinen Urknall. Wie der Physiker André K.T. Assis von der Universität Campinas (Brasilien) in einem historischen Überblick zeigt, haben lange vor Penzias und Wilson Physiker die Temperatur des leeren Weltalls berechnet, und zwar mit Hilfe des Stefan-Boltzmannschen Strahlungsgesetzes allein aus der Strahlung der Sterne und Galaxien. Und - sie kamen zu besseren Vorhersagen als Gamov! Hier einige Beispiele (K = Grade über dem absoluten Nullpunkt):
C.E. Guillaume (1896): 5-6 K; Arthur Eddington (1926): 3,18 K; E. Regener (1933): 2,8 K; George Gamov (1952) 50 K (!).
Erstaunlich: Alle Autoren, die allein vom Sternenlicht ausgingen, kamen auf ziemlich gute Werte. Allein Gamov, der vom Urknall ausging, errechnete eine völlig falsche Temperatur. Mehr noch: Als die Erkenntnis der Hintergrundstrahlung sich in der Fachwelt durchsetzte, wies Gamov in einem Brief an die Entdecker darauf hin, dass er genau die gemessene Temperatur (2,7 Kelvin) vorausgesagt hätte - dabei war sein Wert zwanzigmal höher!
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