In diesen Tagen ist im kalifornischen Livermore der mächtigste Laser der Welt hochgefahren worden. Er soll im Labor eine Kernfusion erzeugen, also einen Vorgang künstlich nachstellen, der unsere Sonne zum Leuchten bringt.
Dazu wird die National Ignition Facility NIF die 1000-fache Energie des gesamten US-Stromnetzes bereitstellen. 500 Billiarden (1015) Watt wirken in milliardstel (10-9) Sekunden auf ein stecknadelkopfgroßes Brennstoffkügelchen aus Deuterium und Tritium. Es befindet sich im Zentrum einer runden Kammer von zehn Meter Durchmesser, auf das 192 Laserkanonen gerichtet sind. Das Licht heizt den Brennstoff auf 100 Millionen Grad Celsius hoch. Eine Druckwelle von 25 Millionen bar soll die Kernschmelze in Gang setzen – und im Unterschied zu bisherigen Versuchen dieser Art auch in Gang halten (Foto LLNL).
Der Omega-Laser am Lawrence Livermore National Laboratory bei San Francisco soll in den nächsten Jahren dieser Durchbruch gelingen. Derzeit entsteht im südfranzösischen Kernforschungszentrum Cadarache der Fusionsversuchsreaktor ITER. Dieser und Omega könnten sich ergänzen.