Die Tierklinik Healesville Sanctuary bei Melbourne will die Australier für die gefährdete Fauna des Landes sensibilisieren. Wer ein verletztes oder hilfloses Wildtier bringt, kann dessen Behandlung live mitverfolgen. Die Wände der Behandlungszimmer sind aus Glas, Operationen werden auf großen Bildschirmen übertragen. Der Tierarzt erklärt, was er gerade tut, und die Zuschauer können Fragen stellen.
Hintergrund: Viele Tiere, besonders Kängurus, werden auf den Landstraßen verletzt. Immer mehr Wildtiere zieht es in die Städte, wo sie unter die Räder der Autos geraten. Die häufigen Wald- und Buschbrände fügen Koalas, Wombats und Schildkröten schwere Brandwunden zu. Im Healesville Sanctuary werden die Tiere gesund gepflegt, wieder ausgesetzt oder als Pflegefall dort behalten.
1500 Tiere landen jährlich in der Klinik – dafür arbeitet das achtköpfige Notfallteam rund um die Uhr. Das Publikum lernt, was Tieren alles zustoßen kann, wie sich gebrochene Vogel-Extremitäten wieder richten lassen (Foto: Jeff Moore) und wie sie sich die Tierwelt vor Gefahren schützen lässt – ein bisher einmaliges Konzept auf der Welt
|