Die Hiobsbotschaft ist bekannt: Benzin wird knapp. Umso wichtiger ist die Suche nach Alternativen. Das Elektroauto ist eine davon. Dabei ist es keine neue Erfindung. In Paris waren bereits 1881 elektrisch betriebene Wagen im Einsatz. Doch mit der Erfindung des Otto-Motors hatten die Elektroautos ausgedient. Derzeit fährt nur ein verschwindend geringer Anteil der zugelassenen Fahrzeuge mit Strom.
Die Gründe liegen vor allem in der mangelnden Reichweite. Ein flächendeckendes Elektro-Tankstellen-Netz fehlt. Doch seit kurzem gibt es in den USA einen so genannten "Ladekorridor". Er befindet sich zwischen San Francisco und Los Angeles. Auf der 600 Kilometer langen Strecke des Küstenhighways 101 stehen fünf Ladestationen des Energieanbieters "SolarCity".
Die Technik stammt von "Tesla Motors". 240 Volt Spannung und 70 Ampere Stromstärke stehen kostenlos zur Verfügung. Bisher kann sich jedoch nur das firmeneigene Modell, der "Tesla Roadster" (Foto: Tesla Motors), dort aufladen. Der Sportwagen benötigt 3,5 Stunden zum Reaktivieren seiner Batterien. Eine lange Zeit. Um sie sinnvoll nutzen zu können, liegen die Tankstellen in Geschäftsbezirken. Während des Ladevorgangs können die Fahrer an Meetings teilnehmen oder zum Essen gehen.
Bisher gibt es in den USA noch keinen Universalstecker für Elektroautos. Doch die Einführung steht kurz bevor. Sobald er zum Standard geworden ist, wollen die Betreiber die Ladestationen umrüsten. Dann können auch andere Modelle ihre Batterien aufladen. "Unser Ziel ist es, die Stationen für alle Elektrofahrzeuge benutzbar zu machen", erzählt SolarCity-Sprecher Jonathan Bass.
Auch wenn die Strecke überschaubar ist, so ist ihre Errichtung dennoch eine Pionierarbeit. In den USA ist sie die erste ihrer Art.