Wer morgens für einen erfolgreichen Start in den Tag erst einmal eine Tasse Kaffee braucht, könnte nun einen Grund haben, sich noch einmal nachzuschenken. Kaffeefreunde wissen, dass das Koffein im Kaffee kurzfristig das Nervensystem anregt. Doch es kann mehr: Es schützt das Gehirn vor Demenz und Alzheimer.
Forscher aus den USA konnten mit Koffein die Symptome von Alzheimer bei Mäusen verschwinden lassen. Auch das Protein, das im Gehirn von Alzheimerpatienten vermehrt nachgewiesen wird, wurde deutlich reduziert. Nach zwei Monaten war das Gedächtnis der erkrankten Mäuse wieder so zuverlässig wie das von gesunden Artgenossen. Die tägliche Koffeindosis der Mäuse entspricht etwa fünf Tassen Kaffee. Nun ist eine Testreihe mit menschlichen Patienten geplant. Für die Wissenschaftler liegen die Vorteile der Kaffee-Therapie auf der Hand: Koffein wird als sicheres Medikament wahrgenommen, dringt leicht in das Gehirn ein und wirkt direkt.
Für eine solche Therapie sprechen auch die Forschungsergebnisse norwegischer Forscher. Sie konnten bei Menschen zeigen, dass regelmäßiger Kaffeegenuss das Risiko von Demenz oder Alzheimer im Alter reduziert. 21 Jahre lang wurden über 1400 Menschen mit unterschiedlich stark ausgeprägtem Kaffeekonsum beobachtet. Den größten Effekt erzielt den norwegischen Forschern zufolge, wer im mittleren Lebensalter täglich drei bis fünf Tassen Kaffee trinkt. Dadurch kann das Risiko einer späteren Erkrankung an Alzheimer oder Demenz um 65 Prozent gesenkt werden (Foto pixelio: knipseline).