Der größte Vorteil der Leuchtdioden-Technik ist der niedrige Stromverbrauch. Bis zur Hälfte an Energie lässt sich mit der alternativen Beleuchtungstechnik sparen, wie es bei den deutschen Unternehmen Autev AG und HarzOptics heißt. Dort arbeitet man seit mehreren Jahren an einer LED-Straßenlampe, die demnächst in Serienproduktion gehen soll.
Die Beleuchtung von öffentlichen Plätzen und Straßen kostet rund 10 Prozent der gesamten in Deutschland verbrauchten Energie, berechneten Forscher der TU Darmstadt. Mit LED-Lampen könnten Kommunen daher nicht nur ihre Ökobilanz verbessern, sondern auch ihre Stromkosten senken. Bereits nach zwei bis drei Jahren machten sie sich bezahlt, verheißt HarzOptics.
Das „AuLED“ genannte Produkt soll außerdem helfen, so genannten Lichtsmog zu vermeiden. Diese zunehmende Lichtverschmutzung in städtischen Gebieten macht nicht nur Astronomen zu schaffen, die den vom Straßenlicht hell überstrahlten Nachthimmel nicht mehr beobachten können. Auch Tiere, besonders Insekten und Vögel, lassen sich von der übermäßigen Beleuchtung verwirren.
Eine wesentliche Eigenschaft von „AuLED“ sind deshalb die beweglichen Seitenflächen und der drehbare Lampenkopf. Das soll sicherstellen, dass das Licht nur dorthin fällt, wo es auch wirklich gebraucht wird. „LED-Lampen lassen sich zudem stufenlos von null bis 100 Prozent dimmen“, so Nils Haferkemper von der TU Darmstadt. Damit könnte man die Beleuchtung zum Beispiel an Ampelphasen koppeln und die Helligkeit nach Bedarf anpassen. Dazu komme der Sicherheitsaspekt im Straßenverkehr: Im weißen Licht der LED-Lampen sind Farben besser erkennbar. (08.12.2008)
|